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Medizinische Fakultät

Dialekte: Beim Schülertag ging es um Hotspots für Jugendliche

21.04.2026

Die Klasse 8b des Maria-Ward-Gymnasiums Aschaffenburg hat beim Schülertag des Unterfränkischen Dialektinstituts den Wettbewerb gewonnen. Ihr Audioguide für ihre Heimatstadt überzeugte die Jury.

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Schönste Aschaffenburger Mundart: Aus der Präsentation der Schülerinnen vom Maria-Ward-Gymnasium, die beim Wettbewerb auf Platz eins landeten. (Bild: Klasse 8b / Maria-Ward-Gymnasium)

Am 18. Schülertag des Unterfränkischen Dialektinstituts (UDI) nahmen fünf Klassen mit rund 140 Schülerinnen und Schülern teil. Die Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 hatten vorab Arbeitsaufträge bekommen: Sie mussten einen Audioguide in Form einer Ortsrallye durch ihre Schulorte entwickeln.

Der Audioguide sollte nicht zu den üblichen Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg und Schweinfurt führen, sondern zu Hotspots, die speziell für Jugendliche interessant sind. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler neben ihrem ortsüblichen Dialekt auch Standard- und Jugendsprache verwenden.

Präsentation im Philosophiegebäude

Am 17. März 2026 war es dann so weit: Die Klassen konnten im Philosophiegebäude der Universität Würzburg ihre Audioguides der Jury präsentieren. Hier die Platzierungen:

  1. Siegerin wurde die Klasse 8b des Maria-Ward-Gymnasiums Aschaffenburg. Sie stellte in ihrem Audioguide „Aschebersch – mehr als nur Schloss und Schul!“ unter anderem eine „Boulinghall“ als Hotspot für junge Leute vor: „Von de City Galeri is mer da fix hiegefarn oder gelaufe. Die had von Middwoch bis Sonndach uff.“ Als Preis gewann die Klasse eine Führung durch das Studio Mainfranken des Bayerischen Rundfunks.
  2. Die Klasse 7b der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt landete mit ihrem Audioguide „Schwaiferder Goldstügg“ auf Platz zwei. Sie gewann eine Studioführung im Funkhaus Würzburg.
  3. Zu „Schweinfurts Hotspots“ ging es mit der 8e der Wilhelm-Sattler-Realschule. Die Prämie für Platz drei: die Besichtigung des Fischereibetriebs des Bezirks Unterfranken in Maidbronn mit Verköstigung.

Die Jury bestand aus UDI-Leiter Professor Wolf Peter Klein, Bezirksheimatpfleger Dr. Riccardo Altieri, Gästeführer Wolfgang Mainka, der in fränkischer Mundart als Nachtwächter durch Würzburg führt, Dr. Monika Fritz-Scheuplein vom UDI sowie Dr. Michael Breyl vom Institut für deutsche Philologie.

Eine Reporterin vom Studio Mainfranken des Bayerischen Rundfunks war den gesamten Vormittag dabei. Ihr Beitrag über den UDI-Schülertag lief am Tag danach in der Sendung „Mittags in Mainfranken“ auf Bayern 1.

Am Nachmittag stand ein Lernzirkel über Dialektforschung auf dem Programm sowie ein interaktives Dialektquiz mit zehn Fragen, an dem die Klassen per Smartphone teilnehmen konnten.

Ein ausführlicher Bericht über den Schülertag  steht auf den UDI-Webseiten bereit.


Unterfränkisches Dialektinstitut UDI

Das UDI ist ein vom Bezirk Unterfranken unterstütztes linguistisch-dialektologisches Projekt an der Universität Würzburg. Es gibt der Öffentlichkeit fachlich fundierte Auskünfte bei Fragen zum unterfränkischen Dialekt. Zu seinen Nutzern gehören Lehrkräfte und Personen, die in der Heimatpflege tätig sind, Texte in Mundart verfassen oder sich generell für Dialektfragen interessieren. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des UDI. https://unterfraenkisches-dialektinstitut-wue.de/


Von Robert Emmerich

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