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Medizinische Fakultät

Kultur, Politik und Kritik in der Demokratischen Republik Kongo

13.01.2026

Die Demokratische Republik Kongo blickt auf eine komplexe politische Geschichte zurück – begleitet, kommentiert und oft angefochten durch kulturelle Ausdrucksformen. Am 14. Januar ist das Land Thema im Schelling-Forum.

Die Demokratische Republik Kongo ist sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig einer der größten Staaten Afrikas.
Die Demokratische Republik Kongo ist sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig einer der größten Staaten Afrikas. (Bild: Lea Sailer / Schelling-Forum)

Wie artikuliert sich politische Kritik in einem Land, in dem Macht und Gewalt nicht nur durch Institutionen, sondern auch durch Sprache, Klang und Symbolik verhandelt werden? 

Die interdisziplinäre Veranstaltung bringt Expertinnen und Experten aus der Literatur-, Musik- und Politikwissenschaft in einem Podiumsgespräch zusammen, um die Rolle kultureller Praktiken als Formen politischer Kritik in der DR Kongo zu beleuchten. Wie lassen sich gesellschaftliche Teilhabe und künstlerische Ausdrucksformen politischer Verhältnisse nicht nur reflektieren, sondern auch gestalten und infrage stellen? Inwiefern können Literatur-, Musik- und Politikwissenschaft gemeinsam ein kritisches Verständnis von Macht und Widerstand im kongolesischen Kontext – jenseits westlicher Deutungsrahmen – ermöglichen? 

Über diese und weitere Fragen sprechen die Politikwissenschaftlerin Dr. Lilli Banholzer, die Musikwissenschaftlerin Clémentine Nkongolo und der Literaturwissenschaftler Professor Gilbert Shang Ndi (Uni Bayreuth/BAdW) – auch mit dem Publikum! 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Forum Afrikazentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg statt. 

Ort und Zeit 

„Im Schatten der Macht: Kultur, Politik und Kritik in der Demokratischen Republik Kongo“ 

Wann: Mittwoch, 14. Januar 2026, 18:00 Uhr  

Wo: Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg 

Mitwirkende 

Dr. Philipp Gieg ist promovierter Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Europaforschung an der Universität Würzburg. Er befasst sich unter anderem mit den internationalen Beziehungen und ist Mitherausgeber des 2024 erschienenen „Handbuchs Demokratische Republik Kongo“. 

Dr. Lilli Banholzer ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Koordinatorin der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Frieden, Sicherheit und Konflikt (FoKS). Einer ihrer Schwerpunkte liegt in der Erforschung der Ursachen politischer Gewalt und Konflikte. 

Clémentine Nkongolo arbeitet am Archiv für die Musik Afrikas am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Dort ist sie zuständig für die Digitalisierung, Transkription und Übersetzung der Texte der Sammlung kongolesischer Singles. 

Gilbert Shang Ndi ist Professor für Komparatistik/Kulturwissenschaften mit speziellem Fokus auf Afrika und Lateinamerika an der Universität Bayreuth. Er ist Alumnus des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Aktuell forscht er zu Netzwerken tropischer Kolonialität in der afrikanischen und lateinamerikanischen Literatur.  

Moderation 

Dr. Julien Bobineau ist Kulturwissenschaftler und Experte für Antidiskriminierung. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die europäische Kolonialgeschichte und ihre Auswirkungen, die postkoloniale Theorie sowie (Anti-)Rassismus in Polizei- und Sicherheitsbehörden. Er ist ebenfalls Mitherausgeber des „Handbuchs Demokratische Republik Kongo“. 

Anmeldung 

Die Teilnahme ist kostenfrei und erfolgt über das Buchungsportal. Bei Fragen: schelling-forum@badw.de 

Von Schelling-Forum

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