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Medizinische Fakultät

Würzburg wird Treffpunkt der internationalen Proteomik-Community

23.06.2026

Rund 500 Proteinforscherinnen und -forscher werden Ende 2026 in Würzburg erwartet. Hier findet das Proteomik-Forum 2026 zusammen mit dem XV. EuPA-Kongress statt. Anmeldeschluss ist der 15. September.

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Das Proteomik-Forum findet im Winter 2026 in Würzburg statt. (Bild: dina / Franz Gerhard / Stock.Adobe)

Das Congress Centrum Würzburg wird vom 29. November bis 3. Dezember 2026 zum Mittelpunkt der internationalen Proteomik: Die Deutsche Gesellschaft für Proteomforschung (DGPF) richtet hier das Proteomic Forum aus – in diesem Jahr gemeinsam mit dem 15. Jahreskongress der European Proteomics Association (EuPA). Als größter Kongress seines Fachgebiets im Jahr 2026 wird er rund 500 Forschende aus 18 Ländern zusammenbringen.

„Die gemeinsame Ausrichtung beider Veranstaltungen bringt die internationale Proteomik-Community auf höchstem wissenschaftlichem Niveau zusammen und ermöglicht einen fachlichen Austausch in einer Breite, wie sie sonst nur selten zu erleben ist“, sagt Professorin Bettina Warscheid, erste Vizepräsidentin der DGPF und Leiterin des Lehrstuhls für Biochemie II der Universität Würzburg.

Proteomik könnte Krankheiten früher sichtbar machen

Die Proteomik untersucht die Gesamtheit aller Proteine in einer Zelle – und damit die molekulare Grundlage von Gesundheit und Krankheit. Neue Verfahren ermöglichen es heute, gleichzeitig Tausende Proteine zu analysieren und dynamische Veränderungen präzise nachzuverfolgen. Ein Beispiel: In der Forschung werden proteomische Methoden aktuell mit dem Ziel eingesetzt, Alzheimer oder Krebs deutlich früher zu erkennen – etwa durch charakteristische Proteinmuster im Blut – sowie die molekularen Mechanismen für die Entstehung von Krankheiten aufzudecken. Solche Ansätze könnten künftig Diagnosen ermöglichen, lange bevor erste Symptome auftreten.

Die Tagung vereint acht Plenarvorträge und siebzehn thematische Symposien. Damit bietet sie einen umfassenden Überblick über aktuelle methodische Innovationen bis hin zu translationalen Anwendungen der Proteomik. Den Auftakt gestaltet Professor Martin Eilers, Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie und Molekularbiologie an der Universität Würzburg, mit einem Eröffnungsvortrag zur Rolle des Onkoproteins MYC bei der Krebsentstehung.

Themen des wissenschaftlichen Programms

Im Mittelpunkt des breit gefächerten wissenschaftlichen Programms stehen neue Entwicklungen in der funktionellen und klinischen Proteomik, der Multi-Omics-Forschung und Systembiologie, der Immunoproteomik, Einzelzell- und Strukturproteomik sowie der Umweltproteomik.

Ergänzt werden diese Themen durch neue Ansätze in der Massenspektrometrie und computergestützten Datenanalyse sowie den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Auswertung komplexer biologischer Datensätze.

Darüber hinaus diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fortschritte in der Glyko- und Top-Down-Proteomik sowie innovative Strategien zur Standardisierung klinischer Blutproteomanalysen. Damit spannt die Tagung den Bogen von technologischen Innovationen über grundlegende biologische Fragestellungen bis hin zu klinischen Anwendungen in der Präzisionsmedizin.

Anmeldung: Forschende und Studierende, die dabei sein möchten, müssen sich bis 15. September 2026 registrieren.
Ein Early-Bird-Tarif gilt bis 15. Juli 2026.

Abstracts: Tagungsbeiträge können bis 30. Juni 2026 eingereicht werden.

Webseite der Konferenz: https://proteomic-forum.com/

Würzburg als Forschungsstandort im Fokus

Mit der Ausrichtung der Tagung setzt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) ein Zeichen für ihre starke Verankerung in der biomedizinischen Forschung. Forschende aus Biochemie, Molekular- und Zellbiologie, Systembiologie, Medizin und Datenwissenschaft treiben an der JMU maßgebliche Entwicklungen in der Proteomik voran – von innovativen massenspektrometrischen Technologien und datengetriebenen Auswertungsverfahren bis hin zu neuen Anwendungen in der Grundlagen- und klinischen Forschung.

Über die Veranstalter

Die Deutsche Gesellschaft für Proteomforschung (DGPF) vernetzt rund 300 Fachleute aus Wissenschaft und Industrie. Sie fördert die Proteomik in Deutschland durch koordinierte Initiativen.

Die European Proteomics Association (EuPA) bündelt als Dachverband 23 nationale Fachgesellschaften. Sie stärkt die Zusammenarbeit in Forschung, Ausbildung und Anwendung der Proteomik in Europa.


Kontakt

Prof. Dr. Bettina Warscheid, Lehrstuhl für Biochemie II, Universität Würzburg, bettina.warscheid@uni-wuerzburg.de


Von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der JMU

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