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Medizinische Fakultät

Neue Direktorin in der Uniklinik

02.05.2023

Professorin Andrea Wittig-Sauerwein ist die neue Direktorin der Klinik für Strahlentherapie am Würzburger Universitätsklinikum. Sie war vorher in Jena tätig.

Professorin Andrea Wittig-Sauerwein.
Professorin Andrea Wittig-Sauerwein. (Bild: André Toussaint / Universitätsklinikum Würzburg)

„Die Strahlentherapie in Würzburg ist sehr gut aufgestellt und mit dem aktuell laufenden Neubau für die Strahlentherapie werden hier auch optimale neue räumliche Bedingungen geschaffen. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und besonders auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Würzburg.“

Das sagt Professorin Andrea Wittig-Sauerwein, die seit Anfang April 2023 neue Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ist. Zuvor war sie Direktorin der Strahlenklinik an der Uniklinik Jena.

Höhere physikalische und biologische Präzision

Mit Blick auf die technischen Entwicklungen der Strahlentherapie bei der Krebsbehandlung betont die Medizinerin: „Gerade hier profitieren die Patientinnen und Patienten enorm vom technischen Fortschritt und der Digitalisierung. Die Strahlentherapie wird immer präziser. Das schont die Patienten spürbar und diese Entwicklung wird weiter anhalten“.

Neben der physikalischen Präzision sei es auch die patientenindividuelle „biologische Präzision“ in der Krebstherapie, die enorm voranschreite, so die gebürtige Kölnerin. „Auf dem Gebiet der Immuntherapie zählt die Universitätsmedizin Würzburg zu den herausragenden Standorten. Und gerade die Kombination von Strahlentherapie und Immuntherapie ist ein sehr junges Forschungsthema, das wir hier weiter ausbauen wollen.“ Daher sei gerade die Einbindung in die Strukturen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT WERA ein großer Pluspunkt.

Strahlungsdosis wird während der Behandlung angepasst

Mit rund 2.200 stationären Patientinnen und Patienten jährlich zählt die Würzburger Klinik zu den größten strahlentherapeutischen Einrichtungen in Deutschland. Die Klinik nutzt zudem als einer der ersten Standorte in Deutschland seit 2022 eines der modernsten Strahlentherapiegeräte („Ethos“).

„Damit können wir während der Behandlung in Echtzeit die Strahlungsdosis individuell anpassen. Dieses neue Verfahren, die sogenannte adapative Strahlentherapie, basiert auf Künstlicher Intelligenz und reagiert direkt auf Veränderungen bei der Position und Größe des Tumors“, so die 51-jährige Medizinerin.

Werdegang der neuen Direktorin

Andrea Wittig-Sauerwein, Jahrgang 1971, hat Medizin an der Universität Essen studiert, wo sie auch promoviert wurde und sich mit Untersuchungen einer speziellen Form der Partikelstrahlentherapie habilitierte. Nach der Anerkennung als Fachärztin für Strahlentherapie arbeitete sie zunächst als Oberärztin am Universitätsklinikum Essen. Dann wechselte sie an die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie in Marburg/Gießen, wo sie zur Professorin für Radioonkologie an der Philipps-Universität in Marburg berufen wurde. 2017 wechselte sie nach Jena.

In Würzburg tritt sie die Nachfolge von Professor Michael Flentje an. Er leitete die Klinik seit 1994 und ging Ende März 2023 in den Ruhestand.

Stimmen zur Berufung

Professor Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor des UKW: „Wir freuen uns sehr, dass wir Professorin Wittig-Sauerwein für die Leitung der Klinik gewinnen konnten. Gemeinsam wollen wir die hohe Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten weiter ausbauen.“

Professor Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Die Strahlentherapie ist von einem hohen technischen Innovationsgrad geprägt. Mit der Einbindung in das NCT WERA wird die schnelle Übertragung von aktuellen Forschungsergebnissen in die klinische Praxis speziell in der Würzburger Universitätsmedizin noch weiter gestärkt.“

Neubau für die Klinik

Aktuell wird auf dem Luitpold-Campus des UKW ein neues siebengeschossiges Gebäude errichtet. Neben der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie wird dort auch eine Palliativstation integriert.

Kernstück des Gebäudes sind fünf Bestrahlungsräume mit jeweils einem Linearbeschleuniger zur strahlentherapeutischen Behandlung. Die Wände dieser unterirdischen Räume sind teilweise fast zwei Meter dick. Die Rohbauarbeiten in den Untergeschossen sind abgeschlossen. Das Richtfest findet voraussichtlich im Herbst 2023 statt. Bei planmäßigem Baufortschritt kann die neue Klinik 2025 ihren Betrieb aufnehmen. Bauherr ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Würzburg.

Pressemitteilung  des Uniklinikums zum Baufortschritt, November 2022

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Von Pressemitteilung Universitätsklinikum Würzburg

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