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Medizinische Fakultät

Myelom-Forum in Präsenz

13.06.2023

Die Erforschung, Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms, einer Krebserkrankung, stehen im Mittelpunkt eines öffentlichen Info-Tags am 5. Juli. Anmeldeschluss ist der 26. Juni.

Knochenmark-Ausstrichpräparat eines Myelom-Patienten. Mit dieser bösartigen Krebserkrankung befassen sich die Vorträge des 22. Myelom-Forums am 5. Juli 2023.
Knochenmark-Ausstrichpräparat eines Myelom-Patienten. Mit dieser bösartigen Krebserkrankung befassen sich die Vorträge des 22. Myelom-Forums am 5. Juli 2023. (Bild: Universitätsklinikum Würzburg)

Am Mittwoch, 5. Juli 2023, lädt die Medizinische Klinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) die Öffentlichkeit zum 22. Myelom-Forum ins Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg ein. Die Veranstaltung richtet sich besonders an Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige.

„Das erste Mal wieder vor Ort, nachdem wir während der Corona-Pandemie sechs dieser Foren als Online-Konferenzen durchgeführt haben“, freut sich Professor Hermann Einsele. Laut dem Direktor der Medizinischen Klinik II freuen sich viele „Stammteilnehmerinnen und -teilnehmer“ auf den jetzt wieder möglichen persönlichen Kontakt und das direkte Gespräch.

„Allerdings wussten viele auch die Vorteile der digitalen Treffen zu schätzen, beispielsweise die vermiedenen Aufwendungen für die Anfahrt“, fügt der Professor hinzu. Als Kompromisslösung sollen sich zukünftig bei den zwei Mal jährlich veranstalteten Myelom-Foren immer eine Präsenz- und eine Online-Version abwechseln.

Immuntherapien in immer früheren Krankheitsphasen

Beim Treffen am 5. Juli sprechen sechs Fachleute des UKW allgemeinverständlich über aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks.

„Dabei wird unter anderem die immer weiter wachsende Bedeutung der Immuntherapien deutlich werden“, kündigt Einsele an. Nach seinen Beobachtungen werden CAR-T-Zellen und bispezifische Antikörper zu immer früheren Zeitpunkten im Therapieverlauf eingesetzt. „Wir hoffen, dass damit immer mehr Patientinnen und Patienten langfristig in Remission kommen“, so der Myelom-Experte.

Mikroumgebung als potenzieller Schlüssel zur Tumorkontrolle

Ein vielversprechender Ansatzpunkt für die zukünftige Behandlung des Multiplen Myeloms und Vortragsthema des Forums ist das Tumormikromilieu. Das histologische Umfeld der Tumoren ist eine heterogene Masse aus zellulären Anteilen, extrazellulärer Matrix und Sekreten.

„Wir wollen noch besser verstehen, welche Verbindungen zwischen der Tumormikroumgebung und der Entwicklung der Erkrankung bestehen und wie wir dieses Wissen für die Krebstherapie nutzen können“, so Professor Einsele.

Diagnoseverfahren und Psychoonkologie

Neben Erläuterungen zu den derzeitig wichtigen Diagnoseverfahren widmet sich das Myelom-Forum auch seelischen Aspekten. Konkret wird es Handreichungen dazu geben, was Betroffene für sich selbst tun können, um psychische Belastungen zu reduzieren und mehr Lebensqualität zurückzugewinnen.

Die Veranstaltung im Exerzitienhaus Himmelspforten in der Mainaustraße 42 in Würzburg startet um 15 Uhr. Nach jedem Vortrag und bei der abschließenden Diskussionsrunde gegen 17:15 Uhr haben die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Spenden sind willkommen

Die Teilnahme am Myelom-Forum ist kostenlos, eine Spende von zehn Euro an die Stiftung „Forschung hilft“ wird jedoch gerne entgegengenommen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis 26. Juni 2023 wichtig. Kontakt: Gabriele Nelkenstock, Selbsthilfebeauftragte des UKW, selbsthilfe@ukw.de

Weblink: Das Programm im Veranstaltungskalender des UKW

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 5000 bis 6000 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

Von Pressestelle des Universitätsklinikums Würzburg

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