Vortragsreihe: Zeitreise in die digitale Frühzeit
21.04.2026Lochkarten, Spielejournalismus, digitale Kunst: Ab 22. April unternimmt die öffentliche Vortragsreihe „Hack & Play“ an der Uni Würzburg eine Reise zurück zu den digitalen Anfängen.
Wie sah die digitale Kultur aus, bevor es Internet, USB und Künstliche Intelligenz gab? Rund um diese Frage dreht sich die öffentliche Vortragsreihe „Hack & Play“ im Sommersemester 2026 an der Universität Würzburg.
Im Zentrum stehen Heimcomputer und Spielkonsolen der 1970er und 1980er Jahre – eine Zeit, in der digitale Technologien erstmals in den Alltag einzogen. Die Vorträge blicken aus Perspektive der Computergeschichte, Medienarchäologie, Game Studies und anderer Fächer auf diese Phase.
Die Vortragsthemen reichen von Lochkarten und frühem Spielejournalismus über digitale Kunst bis hin zu Fragen der digitalen Souveränität.
Veranstaltungsort ist das Retro Computing Lab der Universität Würzburg, eine Sammlung historischer, betriebsfähiger Computersysteme, die seit 2023 für Forschung und Lehre genutzt wird. Die Vorträge finden dort inmitten originaler Geräte statt und ermöglichen so einen direkten Zugang zur materiellen Geschichte der digitalen Kultur.
Termine und Themen
Die Vorträge finden mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Zentrum für Philologie und Digitalität ZPD, Emil-Hilb-Weg 23, Campus Hubland-Nord.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Die Vorträge werden auch online übertragen.
- 22.04. Moritz Feichtinger:
Geschichte auf Lochkarten - 29.04. Aurelia Brandenburg:
Alles Männersache? Deutscher Spielejournalismus und der Mythos von Gaming als Männerdomäne 1980-2000 - 06.05. Christian Schröter:
Digitale Souveränität - 13.05. Klaus Rettinghaus:
Digitale visuelle Kunst der 80er Jahre: Konservierung und Präsentation. Andy Warhols Computergrafiken - 03.06. Vera Piontkowitz:
Computational Game Studies - 10.06. Hanna Hammerich und Niayesh Ebrahimi:
Kulturen der Heimcomputermusik - 17.06. Mariangela Giglio:
Digital Remains: An Introduction to Forensic Philology - 24.06. Franziska Ascher:
Computer-Rollenspiele und Pen&Paper - 01.07. Till Heilmann:
GIF 0.0: Ein Blick ins historische Archiv - 15.07. Stefan Höltgen:
BASIC with/out Style: Eine Programmierstilistik zwischen Semiotik und Spaghetticode
Der Universitätsbund Würzburg fördert die Reihe. Weitere Informationen, auch zur Online-Teilnahme, stehen auf den Webseiten des ZPD.
Kontakt
Dr. Torsten Roeder, Zentrum für Philologie und Digitalität ZPD, Universität Würzburg,
torsten.roeder@uni-wuerzburg.de, T 0178 / 5455445
