Ein leuchtendes Beispiel internationaler Zusammenarbeit
17.03.2026Einen regen Austausch von Personen aus aller Welt brachte die Adult Education Academy auch 2026 wieder an die Universität Würzburg. Die Beteiligten waren sich einig: eine außergewöhnliche Chance!
Bereits seit 2014 steht die Adult Education Academy (AEA) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) für internationale Vernetzung im Bereich der Erwachsenenbildung und Weiterbildung.
Anfang Februar trafen sich auch 2026 wieder zahlreiche Forschende und Studierende in Würzburg, um in einem zweiwöchigen Intensivprogramm ausgewählte Aspekte der Erwachsenenbildung und Weiterbildung zu diskutieren. Im Fokus steht dabei vor allem der internationale Dialog. 2026 fanden 133 Teilnehmende aus 41 Ländern den Weg nach Unterfranken – so viele wie noch nie zuvor.
„Wir versuchen zu verstehen, wie Erwachsene sich in verschiedenen Ländern weiterbilden und wie dies an verschiedenen Orten unterstützt wird. Wir verstehen Erwachsenenbildung als weltweites Grundrecht, das sich an einem humanistischen Weltbild orientiert und dazu beiträgt, demokratische Gesellschaften gemeinsam zu gestalten“, erklärt Regina Egetenmeyer, Professorin für Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der JMU.
Eine besondere Atmosphäre
33 Dozierende leiteten die Arbeitsgruppen, die sich etwa mit Themen wie der Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Erwachsenen- und Weiterbildung, dem sozialen Einfluss auf die Lernenden oder Inklusion befassten. Auch die Frage, wie Erwachsenenbildung zu einem friedvollen Miteinander beitragen kann, spielte eine zentrale Rolle.
Von Deutschland über Slowenien und die USA bis nach Nigeria beteiligten sich mehr als zwanzig Bildungseinrichtungen am Programm.
Sie alle trugen zu einer ganz besonderen Atmosphäre des „Zusammen etwas Voranbringens“ bei, findet Professorin Andrea Kübler. „Ich habe selten eine Veranstaltung erlebt, an der Menschen so vieler Nationalitäten so intensiv zusammengearbeitet haben“, so die Dekanin der Fakultät für Humanwissenschaften.
Regina Egetenmeyer sieht die AEA als wichtiges Beispiel für das ständige Bemühen, einander zu verstehen. „Der Ansatz der Akademie liefert nicht nur Erklärungen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sondern fördert auch eine Haltung des neugierigen internationalen, wertschätzenden Vergleichs unter den Studierenden; dabei werden soziale und kognitive Aspekte des Nicht-Verstehens ausdrücklich einbezogen. Wir üben uns auch emotional in das Nichtverstehen ein“, so die Professorin.
Ehrung von Absolventinnen
Im Rahmen der Abschlussfeier der Akademie in der Neubaukirche fand auch zum zweiten Mal die Zeugnisübergabe an Absolventinnen des Double-Degree-Masters in Adult Education and Management in Lifelong Education statt. Diesen bietet die JMU seit dem Wintersemester 2023/24 in Kooperation mit der italienischen Universität Padua an. 2025 haben sieben Studierende einen Doppelabschluss erworben, von denen fünf persönlich zur Urkundenübergabe gekommen sind.
Viele positive Stimmen
„Für mich ging es in dem Programm vor allem auch darum, mich als Person weiterzuentwickeln. Die Möglichkeit, über verschiedene Kulturen hinweg zusammenzuarbeiten und zu erforschen, wie Erwachsenenbildung zum Frieden beitragen kann, war absolut bereichernd. Gerade weil die AEA Menschen aus Ländern zusammenbringt, die in der Vergangenheit auf unterschiedlichen Seiten von Konflikten standen. Etwa aus dem früheren Jugoslawien oder Indien und Pakistan.“ Paul Mackzum, Student der Texas State University (USA)
„Das Wichtigste waren für mich die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Sie haben mich daran erinnert, dass es letztlich nicht Zahlen sind, die zählen, sondern Geschichten – Individuen, die danach streben, ihre Ziele durch Bildung zu erreichen.“ Ana Ugrekhelidze, DVV International.
„Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die dieses internationale Netzwerk zu Erwachsenen- und Weiterbildung ermöglichen und damit den Raum schaffen, internationalen Austausch in diesem Bereich fortlaufend auszubauen.“ Prof. Mar Joanpere Foraster, Universität Rovira i Virgili (Spanien).
„Ich bin stolz auf unsere Studierenden und darauf, wie engagiert und mit welcher Begeisterung sie in diese internationale Lernerfahrung eingetaucht sind. Es war für uns alle, in fachlicher wie menschlicher Hinsicht, eine unglaublich tiefgreifende und bereichernde Zeit.“ Prof. Miriam Roth Douglas, West Liberty University (USA).
Kontakt
Prof. Dr. Regina Egetenmeier, Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Tel: +49 931 31-83898, E-Mail: regina.egetenmeyer@uni-wuerzburg.de
