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Simulationspersonen-/Schauspielpatienten-Programm

Einsatz von SPs im Studium

Was sind Simulationspersonen?

Bei Simulationspersonen bzw. Schauspielpatient:innen (SPs) handelt es sich um (Laien-)Schauspielerinnen und Schauspieler, die für eine bestimmte Patientenrolle trainiert werden. Diese Rollen umfassen detaillierte medizinische (u. a. Symptome, Voruntersuchungen) und nicht-medizinische (u. a. familiäre Situation, Beruf/Ausbildung) Informationen. So soll eine möglichst authentische Figur „entstehen“, die die SP in einem simulierten Patientengespräch verkörpert.

Die Rollen werden von Mediziner:innen und Psycholog:innen gemeinsam entwickelt. Im Rahmen von Trainings werden die Rollen dann mit den SPs konkret besprochen und ihre Umsetzung wird erarbeitet.

In welcher Weise werden SPs im Medizinstudium eingesetzt?

Lehre. Die SPs kommen in simulierten Patientengesprächen mit Studierenden im vorklinischen und klinischen Abschnitt des Studiums der Humanmedizin (z. B. zu den Themen Befunderhebung oder Mitteilen einer schwerwiegenden Diagnose) und in der Zahnmedizin zum Einsatz. In diesen Gesprächen trainieren die Studierenden wesentliche kommunikative Fertigkeiten, die für die spätere ärztliche Tätigkeit wichtig sind.

Durch ein strukturiertes Feedback durch SP und Dozierende im Anschluss an das Simulationsgespräch erhalten die Studierenden Hinweise auf Stärken wie auch Ansatzpunkte zur Verbesserung in ihrer Kommunikation mit Patientinnen und Patienten.

Prüfungen. SPs werden außerdem in kompetenzorientierten Prüfungen (OSCEs) im klinischen Abschnitt des Medizinstudiums eingesetzt.

In folgenden Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen kommen SPs regelmäßig zum Einsatz (Stand: November 2023):

Veranstaltung Semester Inhalte Verantwortlichkeit
Kurs Medizinische Psychologie 2. Anamnesegespräch; Motivierung zu gesundheitsförderlichem Lebensstil; Diagnosemitteilung Arbeitsbereich Medizinische Psychologie
Praktische Klinische Untersuchung (PKU) – Anamnesetraining 5. strukturierte Anamneseerhebung Lehrklinik der medizinischen Fakultät und Institut für Allgemeinmedizin
PKU-OSCE 5. OSCE-Prüfungsstation zur strukturierten Anamneseerhebung Lehrklinik der medizinischen Fakultät und Institut für Allgemeinmedizin
Kommunikationsseminar im Rahmen der Veranstaltung, "Interdisziplinäres Wissen und Handeln", Onkologie 7. Diagnosemitteilung im Kontext einer (kurativen oder palliativen) Krebserkrankung, interprofessionelle Zusammenarbeit (Soziale Arbeit, THWS) Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin und THWS, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
PJ-Reife-OSCE 10. Prüfung klinischer Kompetenzen mit Schwerpunkt auf praktische und kommunikative Kompetenzen Studiendekanat der medizinischen Fakultät
Kommunikationstraining für Studierende der Zahnmedizin 6. Gesprächsführung u. a. mit Fokus auf Motivierung, Deeskalation Universitäts-Zahnklinik

Darüber hinaus kommen SPs bedarfsweise auch in anderen Fächern bzw. Einrichtungen oder im Rahmen von Lehrkooperationen und -projekten zum Einsatz.

Das SP-Programm ist Bestandteil des longitudinalen Moduls WüMedKIT  zu Kommunikation, Interaktion und Teamarbeit im Medizinstudium an der Universität Würzburg.