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Medizinische Fakultät

Stefan Frantz in die Leopoldina gewählt

21.07.2026

Professor Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg, wurde in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

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Medizinprofessor Stefan Frantz. (Bild: Thomas Berberich / Universitätsklinikum Würzburg)

Die Mitgliedschaft in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen Forschungslandschaft. Für seine herausragenden Beiträge zur Herz-Kreislauf-Forschung wählte das Leopoldina-Präsidium nun Professor Stefan Frantz als neues Mitglied in ihre Reihen. Der Aufnahme gingen die Nominierung durch ein Akademiemitglied sowie eine mehrstufige Prüfung seiner wissenschaftlichen Exzellenz voraus.

Mit der Aufnahme in die Leopoldina gehört der Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) nun auch offiziell zu den führenden Forschenden seines Fachgebiets. Der 1652 gegründeten Gelehrtengesellschaft gehören derzeit 1.751 Mitglieder aus Deutschland und der Welt an. Gemeinsam verfolgen sie die beiden übergeordneten Aufgaben der Leopoldina: die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland und die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Stefan Frantz: „Die Aufnahme in die Leopoldina ist für mich eine große Ehre und Auszeichnung. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, gemeinsam mit einer hochkarätigen, internationalen Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Fachgrenzen hinweg an wichtigen Zukunftsthemen zu arbeiten. Die beratende Funktion der Leopoldina für Politik und Gesellschaft bietet die Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlich relevante Empfehlungen einfließen zu lassen. Mich reizt dabei vor allem der interdisziplinäre Ansatz, etwa wenn Themen wie Hitze und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Heilung aus der Perspektive von Kardiologie, Dermatologie und weiteren Disziplinen gemeinsam betrachtet werden. Dass die Akademie ihren Sitz in Halle an der Saale hat, wo ich drei Jahre lang als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III tätig war, schafft für mich zudem eine besondere persönliche Verbindung.“

Der Würzburger Kardiologe wird sich in der Leopoldina in der Fachsektion „Innere Medizin und Dermatologie“ engagieren. Als Herz-Kreislauf-Forscher beschäftigt er sich insbesondere mit den Wechselwirkungen zwischen Herz, Immunsystem, Gehirn und weiteren Organsystemen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mechanismen der Heilung nach einem Myokardinfarkt sowie ihre Bedeutung für die Entstehung und das Fortschreiten der Herzinsuffizienz.

Werdegang von Stefan Frantz

Stefan Frantz wurde 1970 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach Schuljahren in Stuttgart und Paris legte er 1989 in München das Abitur ab. Sein Medizinstudium begann er mit einem Stipendium der Bayerischen Hochbegabtenförderung an der Universität Regensburg und setzte es nach dem Physikum an der Universität Würzburg fort. Bereits seine Promotion im Jahr 1996 legte den Grundstein für seine translationale Forschung zu metabolischen Mechanismen kardiovaskulärer Erkrankungen und deren therapeutischer Modulation.

Von 1998 bis 2000 forschte Frantz mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Boston (USA). Anschließend kehrte er an das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) zurück, wo er seine Facharztausbildung absolvierte. 2005 erlangte er die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin, ein Jahr später habilitierte er sich und erhielt die Lehrbefugnis. Es folgten die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie sowie die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin.

2007 wurde Stefan Frantz Oberarzt auf der Intensivstation, 2009 übernahm er die Leitung der Zentralen Notaufnahme und Aufnahmestation. Weitere Meilensteine sind die W2-Professur für Translationale Forschung (2011), die Direktion der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von 2014 bis 2017 sowie seit 2017 die Direktion der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am UKW.

Mitgründer des DZHI

Darüber hinaus engagiert sich Frantz in zahlreichen wissenschaftlichen Leitungsfunktionen. Er ist stellvertretender Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) sowie des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF). Von 2021 bis 2025 war er stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKW, seit 2026 ist er stellvertretender Dekan der Medizinischen Fakultät.

Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Karriere zählen die Mitgründung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz sowie die erfolgreiche Einwerbung des Sonderforschungsbereichs SFB 1525, dessen Sprecher er seit 2022 ist.

Von Pressestelle Universitätsklinikum Würzburg

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