Neue „Kunst am Bau“ für die Uni
13.01.2026Zwei neue Kunstwerke für den Campus Hubland Nord: Vor dem Zentrum für Philologie und Digitalität wurde die Installation „SCRIPT“ bereits umgesetzt. Ganz in der Nähe soll bald das Kunstwerk „Jungfernflug“ folgen.
Mit der Initiative Kunst am Bau wird bei öffentlichen Bauvorhaben sichergestellt, dass ein gewisser Anteil der Baukosten zur Umsetzung begleitender Kunstwerke verwendet wird. Ein solches Projekt wurde kürzlich am Campus Hubland Nord der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) umgesetzt. Ein weiteres soll zeitnah folgen.
Beide Kunstwerke setzten sich im Bewertungsprozess gegen starke Konkurrenz durch. Insgesamt fördert der Freistaat Bayern den Bau mit 325.000 Euro.
Spiralform symbolisiert Brücke zwischen den Disziplinen
Vor dem Zentrum für Philologie und Digitalität (ZPD) schmückt die Skulptur „SCRIPT“ den Campus Hubland Nord. Die Spirale aus wetterfestem Cortenstahl steht für eine „Synthese der Themen Sprache, Schrift und Digitalität. Die Spiralform symbolisiert Raum und Zeit, Evolution und Unendlichkeit“, so Künstler Daniel Widrig.
Aus einer Vielzahl hervorragender Einreichungen fiel die Wahl der Jury auf die Installation, die mit ihrer Dynamik gleichzeitig kraftvoll und filigran wirkte. Mit ihrer abstrakten Form wecke die Skulptur differenzierte Assoziationen. Daniel Widrig beschreibt sie als „Brücke zwischen jahrtausendealtem Wissen und unserer zeitgenössischen Welt, die eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft schafft.“
Damit passt „SCRIPT“ perfekt zum ZPD, einem Ort, der Informatik und Digital Humanities mit den Geisteswissenschaften verbindet und so die Weiterentwicklung letzterer im digitalen Zeitalter vorantreibt.
Libellenflügel als „Landmark“
Ganz in der Nähe bekommt der Campus Hubland zukünftig noch ein weiteres neues Kunstwerk. Die Skulptur „Jungfernflug“ von Pascale Feitner soll, platziert auf einer kleinen Anhöhe, weithin als Landmark sichtbar sein.
In einem zweiphasigen anonymen Wettbewerbsverfahren setzte sich die Installation gegen ursprünglich 128 weitere Vorschläge durch. „Jungfernflug“ zeigt stählern die Flügel einer Libelle, die Künstlerin beschreibt ihr Werk wie folgt: „Jungfernflug übersetzt die filigrane Kraft der Libellenflügel in eine große Skulptur, die Natur und Wissenschaft verbindet und als neue Landmarke den Campus Würzburg prägt.“
Die Jury überzeugte besonders die Aufbruchs-Symbolik der Flügel, die zur Situation der jungen Studierenden am Campus passe. Stahl als gewähltes Material sei gut umsetzbar und erlaube eine filigrane Gitterstruktur, mit interessanten Schattenwürfen und abwechslungsreichen Perspektiven. Die Fertigstellung von „Jungfernflug“ ist bis spätestens Herbst 2026 geplant.
