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Medizinische Fakultät

Uni Würzburg muss kranke Bäume fällen

20.10.2026

Die Universität Würzburg muss aus Sicherheitsgründen eine Reihe von Pappeln am Campus Hubland Süd sowie Mehlbeeren am Sanderring fällen. Dies ist zum Schutz der Passanten unumgänglich.

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Ein Pilz hat diese Mehlbeeren vor der Neuen Universität am Sanderring befallen und unwiderruflich geschädigt. (Bild: Gunnar Bartsch)

Sie wurden vermutlich um 1974 im Zuge des Neubaus der Mensa am Hubland gepflanzt und weisen heute ein Alter von etwa 60 bis 80 Jahren auf: Die Pappeln hinter der Mensa, am Rand der Campuswiese am Hubland. Jetzt allerdings zeichnet sich das Lebensende dieser Bäume ab: In den kommenden Wochen werden die Mitarbeiter des Servicezentrums Technischer Betrieb die Bäume fällen.

Die Gründe dafür können auch Laien mit einem genaueren Blick erkennen: Bei Wind besteht die Gefahr, dass Passanten durch herabfallende Äste verletzt werden. Zudem beschädigt das flache Wurzelwerk die stark begangenen Gehwege und erzeugt gefährliche Stolperstellen. Nachdem insbesondere im Bereich der Mensa und der Universitätsbibliothek während der Vorlesungszeit ein extrem hoher Publikumsverkehr auf den angelegten Fußwegen und angrenzenden Trampelpfaden herrscht, sind Schutzmaßnahmen unerlässlich.

Platanen könnten die Pappeln ersetzen

Dazu kommt: Die Bäume sind in keinem guten Zustand, wie eine eingehende baumbiologische Analyse zeigt. Die exponierte Lage in einer Windschneise am Hubland, ein verstärkter Wassermangel in Folge des Klimawandels und Beschädigungen durch Bauarbeiten in den vergangenen Jahren sind dafür verantwortlich, dass die Bäume deutliche Vitalitätsverluste, Rindenschäden, Pilzbefall im Wurzelbereich sowie Verletzungen am Stamm aufweisen. Nach der Einschätzung der Experten besteht keine Aussicht auf eine nachhaltige Erholung, weshalb eine Fällung unumgänglich ist.

Die Universität Würzburg wird dabei zwischen den einzelnen Baumbeständen auf dem Campus präzise differenzieren. Von der Fällung betroffen sind ausschließlich die stark geschädigten Pappeln an der Mensa-Ostseite. Andere Bestände, wie die Pappelallee östlich der Bibliothek sowie die jüngeren Pappeln südlich der Geographie, sind weiterhin vital und bleiben durch professionelle Pflegemaßnahmen erhalten.

Baumfällung auch an der Neuen Universität

Bereits abgestorben sind hingegen eine Reihe von Mehlbeeren vor und seitlich der Neuen Universität am Sanderring; die Fällgenehmigung für insgesamt zwölf Exemplare ist bereits beantragt. Die hohen Temperaturen in diesem Sommer und der fehlende Niederschlag sind dafür allerdings nicht verantwortlich. Auslöser ist vielmehr ist ein Pilzbefall, der die Bäume unwiderruflich geschädigt hat. Das zeigt ein entsprechendes Baumgutachten, das die Universität eingeholt hat. Ein Artengutachten bestätigt, dass von der Fällaktion keine weiteren Arten, insbesondere Tierarten, beeinträchtigt werden. Weil auch in diesem Fall Passanten durch herabfallende Äste gefährdet sind, hat die Universität das Gebiet um die betroffenen Bäume bereits seit Längerem abgesperrt.

Ersatzpflanzungen stehen für den Hubland-Campus schon jetzt auf dem Plan. Das Umweltamt der Stadt Würzburg empfiehlt hierfür den Einsatz von Platanen. Durch diese Neupflanzung soll ein verkehrssicherer, kräftiger Baumbestand entstehen, der optimal an die örtlichen Boden- und Wasserverhältnisse sowie das Mikroklima am Hubland angepasst ist.

Noch offen ist, was rund um die Neue Universität passieren wird. Da dort in absehbarer Zeit eine Generalsanierung ansteht, wollen die Verantwortlichen mit Nachpflanzungen zumindest so lange warten, bis geklärt ist, wo dann Baustellenzufahrten verlaufen werden.

Um eine adäquate Lösung zu finden, ist zudem angedacht, im Rahmen eines Transformationsexperiments am Nachhaltigkeitslabor WueLAB der Universität die Situation und Möglichkeiten aufzuarbeiten, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann.

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Von Gunnar Bartsch

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