Auszeichnung für den CampusGarten
27.01.2026Die vbw Stiftung hat den CampusGarten der Uni Würzburg mit ihrem Förderpreis ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von 8.000 Euro wollen die Verantwortlichen die Barrierefreiheit verbessern.
Die vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern hat vor Kurzem zum ersten Mal ihre Förderpreise verliehen. Dabei hat sie insgesamt 18 Projekte aus allen Regionen Bayerns prämiert, unter anderem aus den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Natur- und Tierschutz, Heimatpflege und Sport. Mit dabei ist der CampusGarten der Universität Würzburg.
Preisträger ist in diesem Fall das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung der Uni, das den Garten verantwortet. „Mit dem Preisgeld können wir jetzt die letzte noch fehlende Beetreihe im CampusGarten in Angriff nehmen“, erklärt Julian Müller, Leiter des Referats.
Breitere Wege, Hochbeete und spezielle Werkzeuge
Ein besonderes Augenmerk wollen die Studierenden dabei auf die Barrierefreiheit legen. „Wir werden dafür den Weg breiter pflastern, als es bei den bisherigen Wegen der Fall ist, damit er für Rollstühle und Kinderwägen geeignet ist“, sagt Müller. Zusätzlich sollen Hochbeete und spezielle Werkzeuge für Menschen im Rollstuhl angeschafft werden. Weitere Elemente sollen Menschen mit einer Sehbehinderung den Zugang zum CampusGarten erleichtern.
Die Erstbesichtigung mit dem Landschaftsgärtner hat bereits stattgefunden; die Umsetzung ist für den kommenden April angesetzt. Unterstützt wird die Umgestaltung durch das Nachhaltigkeitslabor der Uni WueLAB und dessen Mitarbeiter Lars Wallstabe.
CampusGarten 2.0: Transformation eines Kasernen-Areals
Insgesamt rund 80 Beete wird es dank der Unterstützung der vbw Stiftung demnächst im CampusGarten geben auf einer Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern. Aus einer monotonen Wiese eines ehemaligen Kasernengeländes hat sich in den vergangenen Jahren unter dem Namen „Hortus Herbipolis“ ein lebendiger Lern- und Begegnungsort entwickelt.
Das Projekt dient heute als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung auf Konversionsflächen, indem es zeigt, wie durch permakulturelle Planung resiliente Grünstrukturen im urbanen Raum entstehen können.
Das ökologische Konzept folgt einem 3-Zonen-Modell:
- Pufferzone: Über 200 gepflanzte Bäume und Sträucher, darunter klimaresiliente Arten wie Esskastanien und Ölweiden, fungieren als Windschutz, Schattenspender und Regenrückhalt.
- Ertragszone: In diesem Bereich befinden sich die Anbauflächen für Gemüse und Kräuter, die nach ökologischen Standards bewirtschaftet werden.
- Hot-Spot-Zone: Auf magerem Sandboden wurden Lebensräume wie ein Sandarium, eine Eidechsenburg und Teiche geschaffen, um die lokale Biodiversität gezielt zu fördern.
Ein zentraler Pfeiler des Projekts ist das Prinzip der „Allmende“ (Allgemeingut). Während die Ertragszonen individuell gepflegt werden, stehen die Pufferzonen mit ihrem Bestand an Obst und Nüssen allen Besuchern offen. Dieses Konzept spiegelt das Selbstverständnis der Uni wider, den Campus als öffentlichen Raum für gemeinschaftliches Lernen und verantwortungsvolles Handeln zu begreifen.
Der Förderpreis
Die vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern, eine Stiftung in Trägerschaft der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., hat Ende 2025 zum ersten Mal ihre Förderpreise verliehen. „Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln war schon immer ein zentrales Erfolgsrezept der Unternehmen im Freistaat. Das hat uns in Bayern stark gemacht, und an diesen Prinzipien halten wir fest. Dies zeigt sich auch in der Prämierung der ausgezeichneten Projekte durch unsere neue vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern“, erklärte Bertram Brossardt, Vorstandsvorsitzender der vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern und Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Die genauen Projektbeschreibungen der Prämierten sind auf der Stiftungshomepage nachzulesen:
Homepage des CampusGartens
