Regina Hark gewinnt 3MT-Contest
03/17/2026In drei Minuten seine Forschung so erklären, dass jeder sie versteht: Darum geht es im 3-Minute-Thesis-Wettbewerb. Den Lokalentscheid an der Uni Würzburg hat Regina Hark gewonnen.
Regina Hark ist Doktorandin am Institut für Klinische Genetik und Genommedizin. Sie erforscht die Hypophosphatasie, eine seltene genetische Erkrankung der Knochen. Aus neueren Studien ist bekannt, dass die Patientinnen und Patienten auch vermehrt psychische Symptome wie Depressionen zeigen.
„Daher untersuche ich mögliche Auswirkungen der Hypophospatasie auf das Nervensystem und nutze dazu den Zebrafisch als Modellorganismus. Dabei konnte ich schon feststellen, dass die Zebrafische, bei denen ich die Erkrankung genetisch modelliert habe, sich anders verhalten und eine andere neuronale Vernetzung im Gehirn aufweisen“, so die Biologin.
Das Thema ihrer Arbeit hat sie beim Würzburger Lokalentscheid des Wettbewerbs „3 Minute Thesis“ (3MT) so gut erklärt, dass die Jury sie zur Siegerin kürte. Regina Hark erhielt damit einen vom Universitätsbund Würzburg gestifteten Preis in Höhe von 300 Euro.
Wie es für die Gewinnerin weitergeht
Als nächstes geht ein Video von Regina Harks Vortrag zur COIMBRA-Gruppe – ein europäischer Universitätsverbund, dem die JMU angehört und der einen europaweiten 3MT-Wettbewerb veranstaltet. Nach dem System des ESC können dann alle teilnehmenden Universitäten online über den besten Vortrag abstimmen – aber nicht für den eigenen.
Die drei Vortragenden, die von den 42 Mitgliedshochschulen der COIMBRA-Gruppe am besten bewertet werden, dürfen schließlich nach Granada (Spanien) fahren. Dort findet vom 16. bis 19. Juni 2026 die COIMBRA-Jahrestagung und das 3MT-Finale statt. Wer gewinnt, bekommt ein Preisgeld von 2.000 Euro.
Drei weitere Doktorandinnen ausgezeichnet
Beim Würzburger Lokalentscheid waren am 6. März 2026 rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer im Gebäude der Graduiertenschulen auf dem Campus Nord dabei. Sie hörten dort Vorträge von 14 Promovierenden aus unterschiedlichsten Fächern.
Neben der Gewinnerin zeichnete die Jury zwei weitere Forscherinnen aus; eine dritte erhielt den Publikumspreis:
- Viola Lalomia mit dem Thema “When No Difference Makes a Difference: Switching Off Rare Cancers”
- Dorothee Haas mit dem Thema “Tumor-Inspired Strategy to Improve CAR-T Cell Therapy by Autophagy Restoration”
- Publikumspreis für Hsuan-Ai Chen mit dem Thema “The Origami of Life: How Folding Turns RNA into a Molecular Machine”
Workshops zur Vorbereitung
Beim 3MT-Wettbewerb geht es darum, wissenschaftliche Inhalte in englischer Sprache klar, prägnant und verständlich zu vermitteln – eine Kompetenz, die in Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation immer wichtiger wird.
Organisiert wird der Würzburger 3MT von der JMU Graduate Academy um Geschäftsführerin Dr. Natalie Rauscher und von Krischan Brandl aus der Personalentwicklung.
Das Organisationsteam hatte für die Teilnehmenden zur Vorbereitung auf den Vorentscheid zwei Workshops organisiert, in denen die Präsentationen schrittweise entwickelt und erprobt wurden.
Das hat sich ausgezahlt: „Alle Teilnehmenden haben sich seit dem ersten Training im Dezember bis zum Vorentscheid enorm verbessert“, sagt Krischan Brandl. Die Vorträge seien am Ende auf einem Level gewesen, das für alle Anwesenden, die zum größten Teil keine einschlägigen Vorerfahrungen in den Themen hatten, verständlich war.
