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Faculty of Medicine

Schätze aus der Universitätsbibliothek, von Kilian bis Georg Häfner

04/28/2026

Am Samstag, 16. Mai, zeigt die Unibibliothek Würzburg in zwei Sonderführungen Handschriften und Zeugnisse aus über 1000 Jahren Buch- und Glaubensgeschichte. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Deutschen Katholikentags statt.

Die Führungen übernimmt Dr. Hans-Günther Schmidt, Leiter der Universitätsbibliothek.
Die Führungen übernimmt Dr. Hans-Günther Schmidt, Leiter der Universitätsbibliothek. (Image: Lena Kuhn / UB)

Seit dem Beginn der Mission im Maingebiet fand der christliche Glaube seinen Ausdruck in besonderen Büchern und Texten. Sie schenkten Orientierung und boten Halt auch in bedrückenden Zeiten. Sie waren Glaubenssymbole, wie das sogenannte „Kiliansevangeliar“ aus dem 6. Jahrhundert, immer wieder überarbeitet, neu gefasst und wie eine Reliquie verehrt seit über einem Jahrtausend.

Sie sind Zeugnisse der gedanklichen Auseinandersetzung und der Schärfung des Blicks für das Wesentliche, für Haltung, Verantwortung und christliche Gemeinschaft, von den Kirchenvätertexten aus der angelsächsischen Frühzeit der Würzburger Dombibliothek bis hin zu fränkischen Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts.

Zwei Sonderführungen lassen die Tresortüren der Universitätsbibliothek der Uni Würzburg einen Spalt weit aufgehen: eine Begegnung der besonderen Art mit Zeugnissen der langen Geschichte der literarischen Auseinandersetzung mit der christlichen Botschaft und der Buchkunst im Bistum Würzburg. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 104. Deutschen Katholikentags statt, der 2026 in Würzburg ausgerichtet wird.

Die Würzburger Dombibliothek

Im Rahmen der Führungen wird auch das weltberühmte „Kiliansevangeliar“ aus der Würzburger Dombibliothek zu sehen sein. Die Bibliothek des ehemaligen Würzburger Domstifts gehört zu den bedeutendsten Handschriftenensembles in Mitteleuropa. Herausragend ist insbesondere der einzigartige Bestand an frühmittelalterlichen Codices: von den 214 heute noch in Würzburg erhaltenen Dombibliothekshandschriften datieren 94 aus dem 5. bis 9. Jahrhundert, unter ihnen insbesondere die größte Sammlung früher angelsächsischer bzw. angelsächsisch beeinflusster Handschriften auf dem Kontinent.

Bald nach der Gründung des Bistums im Jahre 742 muss bereits der Grundstein für diese einmalige Bibliothek gelegt worden sein, die bis zur Säkularisation 1803 zum Domstift in Würzburg gehörte. Wenn es auch schwerfällt, die Geschichte der Bibliothek durch die Jahrhunderte genau nachzuzeichnen, blieb ihr Ruf doch ungebrochen – so gehörte für Bildungsreisende noch im 18. Jahrhundert bei einem Würzburg-Aufenthalt ein Besuch der Dombibliothek zum Programm.

Informationen zu Anmeldung und Anfahrt

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung mit Auswahl der gewünschten Uhrzeit (13 oder 16 Uhr) erfolgt über das Anmeldeformular im Eveeno-Portal.

Die Zentralbibliothek am Hubland ist barrierefrei erreichbar und gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Parkmöglichkeiten befinden sich in der Tiefgarage.

Hinweise zur Anfahrt sowie zur Barrierefreiheit sind auf der Webseite der Universitätsbibliothek zu finden.

By Maria Ruthardt / UB

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