Deutsch Intern
Faculty of Medicine

Medizin: Lehrpreis für Antje Gohla

07/28/2026

Für ihre vorbildlichen Lehrveranstaltungen erhielt Pharmakologie-Professorin Antje Gohla den mit 10.000 Euro dotierten Albert-Kölliker-Lehrpreis der Medizinischen Fakultät.

none
Preisträgerin Antje Gohla (Mitte) mit Studiendekanin Sarah König und Prodekan Oliver Kurzai. (Image: Reza Shadab / Ilove Fotos)

Um die Lehre zu fördern und weiter zu verbessern, vergibt die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg zwei Mal im Jahr den Albert-Kölliker-Lehrpreis. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert; das Preisgeld muss zur weiteren Verbesserung der Lehre verwendet werden. Der Preis ist für Fakultätsmitglieder bestimmt, die in der Lehre, bei Prüfungen, Beratung und Betreuung vorbildlich handeln und innovative Ansätze nutzen.

Bei der Examensfeier der Fakultät am 18. Juli 2026 in der Neubaukirche wurde der Preis an Antje Gohla verliehen, die seit 2009 als Professorin für Biochemische Pharmakologie in Würzburg lehrt und forscht. Die Laudatio hielt Prodekan Professor Oliver Kurzai.

Studierende bewerten ihre Lehre als hervorragend

„Antje Gohla steht seit vielen Jahren für eine Lehre, die fachliche Exzellenz, innovative Didaktik und eine besondere Nähe zu den Studierenden verbindet“, so der Prodekan. Im Fach Pharmakologie und Toxikologie gelinge es ihr, komplexe Inhalte und Zusammenhänge klar, verständlich und mit klinischer Relevanz zu vermitteln. Als Expertin für den menschlichen Stoffwechsel lasse die Professorin immer auch aktuelle Forschungsergebnisse in ihre Lehrformate einfließen.

Die Lehrevaluationen der Fakultät zeigen, dass die Studierenden die Lehrveranstaltungen der Preisträgerin regelmäßig als hervorragend bewerten. An vielen Stellen betonen sie Antje Gohlas stetige Bereitschaft, auf Fragen und Anliegen von Studierenden einzugehen.

„Sie etablierte problemorientierte Lernkonzepte, die fallbasierte Lernplattform CaseTrain Pharmakologie und bezog Studierende aktiv in die Gestaltung von Prüfungsfragen ein“, so Oliver Kurzai. Alles in allem zeige die Wissenschaftlerin in herausragender Weise, wie eine moderne, an den Studierenden orientierte Lehre Begeisterung wecken, Wissen vermitteln und die Theorie mit der Praxis verbinden kann.

In ihrem Festvortrag zeigte Antje Gohla am Beispiel der Bufotoxine und des Phänomens „Krötenlecken“ humorvoll auf, wie Wirkstoffe aus der Natur als Rauschmittel missbraucht, aber auch durch pharmakologische Forschung zu wertvollen Therapeutika entwickelt werden können.

Der Namensgeber des Lehrpreises

Albert Kölliker (1817-1905) lehrte und forschte ab 1849 für mehr als 50 Jahre an der Universität Würzburg. Der Professor für Anatomie und Physiologie führte Mikroskopierkurse und andere Lehrformen ein, die damals neuartig waren. Das zog sehr viele Studierende an. Kölliker trug damit stark dazu bei, dass die Würzburger Universitätsmedizin in dieser Zeit einen enormen Aufschwung erlebte: Zwischen 1850 und 1880 gab es in Würzburg mehr Medizinstudierende als in Berlin oder Wien.


Weblink

Preise und Ehrungen der Würzburger Medizinischen Fakultät

By Robert Emmerich

Back