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Die Baukunst der Renaissance in Unterfranken

06/16/2026

Einen Überblick zur Baukultur in Unterfranken zwischen Bauernkrieg und Echterzeit liefert ein jetzt erschienenes Buch des Würzburger Kunstgeschichtlers Stefan Bürger. Am 1. Juli stellt er sein Werk im Rahmen einer Führung vor.

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Das Rathaus in Volkach – ein typisches Beispiel für Bauten der frühen Renaissance in Unterfranken. (Image: Sina Ettmer / Adobe Stock)

Der Fürstenbau der Festung Marienberg, Rathaus in Volkach, Schloss Aschach bei Bad Kissingen: Sie alle sind Beispiele für Bauten der frühen Renaissance in Unterfranken. Mit ihnen und vielen anderen Bauwerken beschäftigt sich ein neues Buch, das jetzt im Echter Verlag erschienen ist: „Frühe Renaissancebaukunst in Unterfranken. Ein Überblick zur Baukultur zwischen Bauernkrieg und Echterzeit 1525 bis 1573“. Autor ist Stefan Bürger, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Würzburg. Gewidmet ist der Band der Kunstgeschichtlerin Dr. Verena Friedrich für ihre vielfältigen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und ehrenamtlichen Aktivitäten.

„Die Baukultur des 16. Jahrhunderts war stark durch Ereignisse der 1520er-Jahre beeinflusst“, beschreibt Bürger den zeitlichen Rahmen seiner Darstellung. Zahlreiche Klöster, Burgen und Schlösser wurden im Bauernkrieg 1525 zerstört, die es wieder aufzubauen galt. „Dabei wurde Bauen in Zeiten der konfessionellen und politischen Neuordnung herrschaftlicher Grundbesitzeigentümer zu einem Mittel der Machtausgestaltung“, erklärt der Kunstgeschichtler.

Durch Neuerungen wie den Buchdruck standen dabei neue Möglichkeiten für baukulturelle und baukünstlerische Transfers zur Verfügung. „Die Formensprache der nordalpinen Baukunst erweiterte sich in ihrem architektonischen Spektrum um Einflüsse der italienischen Renaissance“, so Bürger.

Öffentliche Führung und Buchvorstellung am 1. Juli

Was dies für Unterfranken bedeutete, wird in Stefan Bürgers Buch deutlich. Das Werk ist als Sonderveröffentlichung der Reihe „Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg“ im Echter Verlag erschienen und wird Anfang Juli von Stefan Bürger, Alexandra Rumpel und Miriam Lüer der Öffentlichkeit präsentiert.

Am Mittwoch, 1. Juli 2026, laden die drei zu einer Führung mit anschließender Buchpräsentation ein. Start ist um 16.00 Uhr am Würzburger Grafeneckart (Treffpunkt Vierröhrenbrunnen), wo dessen Erker im Mittelpunkt stehen wird. Anschließend zieht die Gruppe in den Domkreuzgang weiter, um das Domschulportal zu betrachten; danach folgt ab ca. 17.30 Uhr die Buchpräsentation im Burkardushaus.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung bei der Würzburger Domschule erforderlich. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 24. Juni 2026.

Hier geht’s zur Anmeldung

Zur Person

Stefan Bürger hat nach einer Handwerksausbildung zuerst das Fach Restaurierung studiert, bevor er zur Kunstgeschichte wechselte. Im Oktober 2014 wurde er auf die Professur für Mittelalter und Frühe Neuzeit am Institut für Kunstgeschichte der Universität Würzburg berufen.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Kunst des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit sowie Mittelalterliche Bautechnik und Bauorganisation und Bettelordensbaukunst, des weiteren Architekturikonologie, Raumsoziologie und Medialität, Festungsbaukunst und Denkmalpflege.

Das Buch

Stefan Bürger: Frühe Renaissancebaukunst in Unterfranken. Ein Überblick zur Baukultur zwischen Bauernkrieg und Echterzeit 1525 bis 1573. Echter Verlag, Reihe „Quellen und Forschungen zur Geschichte von Bistum und Hochstift Würzburg“, Sonderveröffentlichung. 472 Seiten. Gebunden € 74,00 (D) / € 76,10 (A). Mitgliederpreis: € 59,00 (D) / € 60,70 (A). ISBN 978-3-429-06866-0

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Bürger, Institut für Kunstgeschichte, T: +49 931 31-84650, stefan.buerger@uni-wuerzburg.de

By Pressestelle JMU

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