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Institut für Hochschulkunde hat neuen Kustos

10/27/2026

Zum 1. Juli 2026 hat Professor Johannes Sander die Nachfolge von Dr. Michaela Neubert als Kustos des Instituts für Hochschulkunde (IfH) angetreten. Die Einrichtung ist in dieser Form in Deutschland einmalig.

Johannes Sander arbeitet bereits als studentische Hilfskraft am IfH. Nun leitet er die Einrichtung.
Johannes Sander arbeitet bereits als studentische Hilfskraft am IfH. Nun ist er Kustos der Einrichtung. (Image: André Mischke)

Johannes Sander ist Professor am Institut für Kunstgeschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). In seiner neuen Funktion als Kustos des Instituts für Hochschulkunde (IfH) ist er maßgeblich für die täglichen Arbeitsabläufe, aber auch die mittel- und langfristigen Projekte verantwortlich. Zum Institut zählen eine umfangreiche Forschungsbibliothek, mehrere Archive sowie eine breitgefächerte Sammlung zu Fragestellungen der Universitäts-, Wissenschafts- und Studentengeschichte.

Lange Verbundenheit mit dem Institut

Schon in früheren Jahren war der aus Nordrhein-Westfalen stammende  Sander mit dem IfH verbunden, zunächst 2007/08 als studentische Hilfskraft und zwischen 2010 und 2012 als nebenberuflicher wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Digitalisierung auf der Agenda

Für seine zukünftige Tätigkeit im IfH hat sich Johannes Sander vor allem die Fortführung der Digitalisierung der umfangreichen Sammlungsbestände auf die Agenda gesetzt. Das IfH verfügt über mehr als 4.000 Grafiken, die sukzessive professionell fotografiert und in einer Datenbank katalogisiert werden sollen. Diese Datenbank soll möglichst bald vollständig der Öffentlichkeit zur Einsicht bereitgestellt werden, um die regionale und internationale Kooperation des IfH mit anderen Institutionen wie etwa Museen zu vertiefen.

Auch dreidimensionale Objekte harren der digitalen Erfassung, darunter ein umfangreicher Bestand an bemalten Pfeifenköpfen aus Porzellan, deren Datierung bis ins beginnende 19. Jahrhundert zurückreicht. In Fachkreisen bekannt ist ferner die Sammlung an bis zu vierhundert Jahre alten Stammbüchern. Mit etwa 120 Exemplaren verfügt das IfH deutschlandweit über eine der größten Sammlungen dieser Art und hat dazu in der Vergangenheit schon mit bedeutenden Nachbarinstitutionen wie der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar kooperiert. Auch dieser Bestand soll digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Werdegang Johannes Sanders

Sein 2002 an der JMU aufgenommenes Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik schloss Johannes Sander 2008 mit dem Magister Artium ab. 2012 wurde er mit einer architekturhistorischen Arbeit zum Dr. phil. promoviert.

Von 2014 bis 2017 war Sander als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der neuesten Zeit in der Theologischen Fakultät tätig und habilitierte sich mit dem dort angesiedelten Forschungsprojekt über die mittelalterliche Baugeschichte des Würzburger Domes im Fach Kunstgeschichte. 2018 erhielt er die Lehrbefugnis. Es folgten unter anderem 2020 bis 2023 eine Mitwirkung am Forschungsprojekt „Der Simrock-Boisserée-Nachlass“ am Institut für Kunstgeschichte. 2025 wurde Johannes Sander an der Universität Würzburg zum außerplanmäßigen Professor bestellt.

Das Institut für Hochschulkunde

Die Geschichte des IfH reicht bis in das Jahr 1922 zurück, seit 2006 ist es An-Institut und damit Teil der Universität Würzburg. Finanziell getragen wird es hauptsächlich durch die Deutsche Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH) mit Unterstützung unter anderem durch die JMU.

Seit Juli 2014 befindet sich das IfH zusammen mit dem Universitätsarchiv und der Forschungsstelle Deutscher Orden in einem renovierten Gebäude auf dem Campus Hubland Nord. Das IfH steht der allgemeinen Benutzung für Forschungszwecke zur Verfügung.

Kontakt

Prof. Dr. Johannes Sander, Institut für Hochschulkunde, Tel: +49 931 31-85982, E-Mail: hochschulkunde@uni-wuerzburg.de

By Lutz Ziegler

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