Intern
Comprehensive Cancer Center Mainfranken

CAR-T-Zelltherapie im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“

Datum: 08.09.2026, 10:00 - 11.09.2026, 18:00 Uhr
Kategorie: Fortbildung med. Personal, Patientenveranstaltung
Ort: Viehmarkt in der Dreikronenstraße, Würzburg
Veranstalter: Wissenschaft im Dialog gGmbH

Bundesweite Wissenschafts-Ausstellung unter Beteiligung von Würzburger Forschenden. Der letzte Deutschland-Stopp der MS Wissenschaft ist vom 8. bis 11. September 2026 in Würzburg.

Bundesweite Wissenschafts-Ausstellung unter Beteiligung von Würzburger Forschenden

Forschende des Universitätsklinikums Würzburg, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Fraunhofer Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI, Leipzig, beteiligen sich im Wissenschaftsjahr 2026 mit einem interaktiven Exponat an der Wanderausstellung auf dem Schiff MS Wissenschaft. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ und zeigt aktuelle Forschungsprojekte aus ganz Deutschland. 

Auf dem Wissenschaftsschiff dreht sich alles um die Frage, wie Personalisierung, Prävention und neue Technologien die Medizin von morgen prägen. Zu den innovativen Ansätzen zählen auch Immuntherapien: „Mit unserem Exponat wollen wir den Besucherinnen und Besuchern die Funktionsweise der CAR-T-Zelltherapie anschaulich vermitteln“, erklärt Prof. Michael Hudecek, Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Leiter der Außenstelle Würzburg des Leipziger Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI

Bei der CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene Immunzellen so verändert, dass sie Krebszellen erkennen und gezielt bekämpfen - ein Beispiel für die innovativen Behandlungsmethoden, die am Klinikum entwickelt werden: „Mit unserer Forschung prägen wir die Medizin der Zukunft - von innovativen Diagnostikverfahren bis hin zu neuartigen, personalisierten Therapieansätzen. Wir freuen wir uns, auf der MS Wissenschaft einen offenen Austausch darüber anstoßen zu können“, sagt Prof. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW.

Auch die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sieht das Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“ als Anlass, ihre Kompetenzen in Forschung und Lehre herauszustellen. „Die Beteiligung am Wissenschaftsjahr ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken“, betont Universitätspräsident Prof. Paul Pauli.

Innovative Therapie wird in einem Spiel greifbar

Das Exponat ist eines von rund 30 Ausstellungsstücken auf dem Schiff. Auf einem großen Touchtable können die Ausstellungsgäste in einem Drag-and-Drop-Spiel eigene CAR-T-Zellen zusammenbauen. Mit dem passenden Rezeptor, dem CAR, erhalten die Immunzellen eine „Superkraft“, um Krebszellen gezielt zerstören. 

„Wir wollen damit eine komplexe und zugleich vielversprechende Krebstherapie verständlich machen und das Bewusstsein für ihre Chancen und Grenzen in der Öffentlichkeit stärken“, ergänzt Michael Hudecek, dessen Lehrstuhl das Spiel gemeinsam mit der Games Engineering Group des Lehrstuhls für Human-Computer Interaction an der JMU unter der Leitung von Prof. Sebastian von Mammen konzipiert.

Das Exponat wird unterstützt vom Comprehensive Cancer Center Allianz WERA (CCC WERA), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA, der Vogel Stiftung Dr. EckernkampPlasmidFactory GmbHMiltenyi Biotec und Johnson & Johnson.

Die MS Wissenschaft

Am 7. Mai 2026 startet die MS Wissenschaft ihre diesjährige Tour. Von Berlin aus führt die Route des 100 Meter langen Binnenfrachtschiffs zunächst nach Polen, anschließend durch Deutschland und Österreich. Insgesamt werden rund 35 Städte angelaufen. Der Eintritt ist frei. Jedes Jahr besuchen etwa 100.000 Menschen die Ausstellung, darunter viele Schulklassen und Familien. Die MS Wissenschaft wird realisiert von Wissenschaft im Dialog gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Der letzte Deutschland-Stopp ist vom 8. bis 11. September 2026 in Würzburg. Die schwimmende Ausstellung liegt in dieser Zeit am Viehmarkt in der Dreikronenstraße.

Das Wissenschaftsjahr 2026

Die Wissenschaftsjahre des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt bringen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch: über bundesweite Ausstellungen, Schulprojekte, Bürgerdialoge und Events. Das Wissenschaftsjahr 2026 steht im Zeichen der „Medizin der Zukunft“ und rückt innovative Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Prävention in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen insbesondere personalisierte Behandlungsansätze, digitale Technologien und interdisziplinäre Forschung, die neue Wege im Umgang mit Krankheiten eröffnen.