BARMER Pflegereport
Der BARMER Pflegereport wird seit vielen Jahren unter Federführung von Prof. Dr. Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen und seit dem Jahr 2026 in Kooperation mit dem Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erstellt. Er erscheint jährlich und bietet eine umfassende Berichterstattung zur Pflegeversicherung, die mit ihren Leistungen die jüngste Säule im System der Sozialversicherungen ist. Datengrundlage sind zum einen amtliche Daten und zum anderen Routinedaten der BARMER.
Die Pflegereporte gliedern sich in regelmäßige Berichtsteile und wechselnde Schwerpunktthemen:
Die regelmäßigen Berichtsteile umfassen einen Block, in dem die Kassenstatistik und andere amtliche Statistiken ausgewertet werden. Dieser Teil versteht sich vorwiegend als Service-Teil, da überwiegend bekannte Statistiken für einen schnellen Überblick zusammengetragen werden. Diese werden vertiefend analysiert, indem mehrere Merkmale wie Pflegegrade (vormals Pflegestufen), Pflegeformen, Alter und Geschlecht simultan betrachtet werden. Eine Verknüpfung der verschiedenen Daten auf aggregierter Ebene ist ebenso möglich wie eine Zeitreihenbetrachtung. Dadurch kann es gelingen, Tendenzen - etwa Verschiebungen der Pflegeformen - besser zu verdeutlichen, um damit Ansatzpunkte zur Steuerung zu schaffen. Neben den auf die Pflegebedürftigen abstellenden Daten sind hier auch Infrastrukturdaten, Entgeltdaten und Kostendaten aufzuarbeiten - auch im Hinblick auf regionale Unterschiede oder (bei den Entgelten) Unterschiede in Bezug auf die Träger. Im jährlichen Wechsel werden einmal Bundesergebnisse und einmal Landesergebnisse präsentiert.
Des Weiteren soll regelmäßig über solche Fragen berichtet werden, die nur mit Hilfe der pseudonymisierten Leistungsdaten bearbeitet werden können. Dabei können die Analysen anhand von drei Leitfragen gegliedert werden
- Wer wird pflegebedürftig?
- Wie verläuft Pflegebedürftigkeit?
- Wie verändert sich Pflegebedürftigkeit im Zeitverlauf?
Methodisch sind damit Querschnitts-, Längsschnitt- und Kohortenanalysen angesprochen. Dieser Berichtsteil wird damit regelmäßig Informationen bereitstellen, die aus den amtlichen Statistiken nicht zu gewinnen sind, aber auch die Funktion als Frühwarnsystem erfüllen können.
Schließlich wird jeweils ein jährlich wechselndes Schwerpunktthema behandelt. Die Themen reichen dabei von verschiedenen medizinischen Versorgungslagen, über Kostenermittlungen bis zu Pflegesituationen für bestimmte Subpopulationen der Pflegebedürftigen. Für die bisherigen Reporte wurden folgende Schwerpunkte bearbeitet:
2008: Medizinische Versorgung in Pflegeheimen
2009: Regionale Unterschiede in der pflegerischen Versorgung
2010: Demenz und Pflege
2011: Zusätzliche Betreuungsleistungen für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz
2012: Kosten bei Pflegebedürftigkeit
2013: Reha bei Pflege
2014: Zahnärztliche Versorgung Pflegebedürftiger
2015: Pflegen zu Hause
2016: ohne Schwerpunkt
2017: Junge Pflegebedürftige
2018: Gesundheit pflegender Angehöriger
2019: Ambulantisierung der Pflege
2020: Belastungen der Pflegekräfte und ihre Folgen
2021: Wirkungen der Pflegereformen und Zukunftstrends
2022: Stationäre Versorgung und COVID-19
2023: Pflegebedürftige im Krankenhaus
2024: Pflegerisiko und Pflegedauer
2025: Pflegeverläufe bei Akutereignissen und Erkrankungen mit progredientem Verlauf
Publikationen
- [ 2025 ]
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. BARMER Pflegereport 2025. Pflegeverläufe bei Akutereignissen und Erkrankungen mit progredientem Verlauf, Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse - Band 48 [Internet]. Vols. 48. BARMER; 2025. Available from: https://www.barmer.de/resource/blob/1435150/3138609ec43509e8205694c16632c0ad/dl-pflegereport-2025-data.pdf