Intern
Deutsches Zentrum für Präventionsforschung und Psychische Gesundheit

Stark als Familie

Frühe Unterstützung für starke Kinder

Psychische Auffälligkeiten und Erkrankungen beginnen häufig bereits im Kindes- und Jugendalter und können die weitere Entwicklung, das Lernen und das Wohlbefinden von Kindern langfristig beeinflussen. Eine frühzeitige Prävention ist daher besonders wichtig, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und Kinder in ihrer emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung nachhaltig zu stärken.

Das Kindergarten- und Grundschulalter stellt hierfür eine zentrale Entwicklungsphase dar. In diesen Jahren werden grundlegende Kompetenzen aufgebaut, die Kinder ihr Leben lang begleiten. Neben den Kindern selbst spielen vor allem Eltern und pädagogische Fachkräfte eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig zeigen Studien, dass gerade Familien in belastenden Lebenslagen bestehende Unterstützungsangebote oft nur schwer erreichen – etwa aufgrund zeitlicher, sprachlicher oder organisatorischer Hürden.

Unser Forschungsprojekt setzt genau hier an. Wir untersuchen, welche Faktoren die Teilnahme von Eltern fördern oder erschweren und wie Präventionsangebote so gestaltet werden können, dass sie niedrigschwellig, alltagsnah und gut zugänglich sind. Gemeinsam mit Familien und Fachkräften entwickeln wir praxisorientierte Leitlinien, um Unterstützungsangebote passgenauer und wirksamer zu machen.

Unser Ziel ist es, möglichst viele Familien frühzeitig zu erreichen und Kindern gute, gesunde Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen.

So läuft das Forschungsprojekt ab...

Wir sprechen mit Eltern in persönlichen Einzelinterviews über ihre Erfahrungen mit Unterstützungs- und Präventionsangeboten. Dabei interessiert uns, was im Alltag gut funktioniert, wo Hürden bestehen und welche Formen der Unterstützung sich Familien wünschen. Die Gespräche dauern etwa 30 Minuten und werden vertraulich behandelt.

Die Ergebnisse werten wir wissenschaftlich aus und entwickeln daraus konkrete Empfehlungen, um Angebote künftig einfacher zugänglich, alltagsnaher und bedarfsgerechter zu gestalten.

Liebe Eltern, schön, dass Sie sich für unsere Studie interessieren.

Zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) forschen wir an Möglichkeiten, was Kinder und Jugendlichen hilft, psychisch gesund zu bleiben. In der Schule lernen Kinder ganz selbstverständlich Dinge wie Zählen und Lesen. Aber Eltern bekommen nur wenig Unterstützung dabei, wie sie die psychische Gesundheit ihrer Kinder fördern können. Deshalb wollen wir dafür ein Angebot für Familien entwickeln. Es soll leicht im Familienalltag umsetzbar sein und möglichst wenig Zeit kosten. Unser Ziel ist es, Kindergarten- und Vorschulkindern zu unterstützen wichtige Fähigkeiten zu entwickeln. Diese helfen ihnen später im Leben mit schwierigen Situationen umzugehen und Krisen gut zu bewältigen.

Dazu wollen wir als erstes wissen wie so ein Angebot aussehen muss, damit es gut zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Darum brauchen wir Ihre Hilfe. Dieses Angebot soll von Familien für Familien entstehen. Wir fragen daher unterschiedliche Familien, was sie sich vorstellen und wünschen würden, um ihre Kinder zu unterstützen psychisch gesund bleiben. Wenn Sie Lust haben oder eine Familie kennen mit uns ein Interview zu führen, melden Sie ich gerne unter stark_als_familie@ukw.de oder telefonisch unter 0931 20178980. Wir sind von Montag bis Mittwoch zwischen 10:00 und 12:00 Uhr sowie am Donnerstag zwischen 14:00 und 16:00 Uhr erreichbar.

Wir freuen uns auf Sie!
 



Mehr zum Ablauf der Befragung

Wenn Sie zu einem Interview bereit wären, würden wir gemeinsam einen Termin vereinbaren Die Interviews dauern ca. 30 Minuten und werden von einem unserer Teammitglieder durchgeführt. Wir sind an ihrer persönlichen Meinung und ihren Erfahrungen interessiert. Sie müssen sich nicht vorbereiten. Das Interview wird als Audio aufgezeichnet und abgespeichert. Dieses wird im Anschluss in Textform gebracht und ausgewertet. Dies geschieht anonymisiert: persönliche Daten werden dabei nicht gespeichert und verwendet. Die Audiodatei wird im Nachgang gelöscht. Anhand der Texte wollen wir auswerten, wie ein präventives Angebot aussehen müsste, um von Familien angenommen zu werden.

Aus den Ergebnissen der Interviews wird eine Umfrage entstehen und mithilfe dieses Wissens ein Angebot erstellt, das in einer kleinen Gruppe von Familien ausprobiert werden wird. 

  • Wer kann teilnehmen? Eltern und Erziehungsberechtigte von Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter.
  • Was passiert bei einer Teilnahme? Sie nehmen an einem kurzen, leitfadengestützten Einzelinterview teil. Dabei sprechen wir über Ihre Erfahrungen, Wünsche und mögliche Herausforderungen im Familienalltag.
  • Wie lange dauert das Gespräch? Etwa 30 Minuten.
  • Muss ich mich vorbereiten? Nein. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten – uns interessiert Ihre persönliche Sichtweise.
  • Was passiert mit meinen Angaben? Alle Informationen werden vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich.
  • Warum ist meine Teilnahme wichtig? Ihre Erfahrungen helfen uns zu verstehen, wie Unterstützungsangebote gestaltet sein müssen, damit sie Familien wirklich erreichen und im Alltag hilfreich sind.
  • Ich will noch mehr zum Thema Prävention psychischer Gesundheit im Kindes- und Jugendalter wissen! Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kann auf verschiedene Arten gestärkt werden. Wichtig dafür ist den Umgang mit starken Gefühlen wie zum Beispiel Angst und Wut zu lernen. Besonders in jungen Jahren sind dafür die Eltern sehr wichtig. Aber auch lernen miteinander zu reden - auch in schwierigen Situationen - und wie man Probleme mit anderen Kindern/Erwachsenen lösen kann, sind wichtige Fähigkeiten, wie Kinder widerstandsfähiger gegenüber Krisen werden können. Diese werden im Familienalltag gelernt und können dort besonders gut gefördert werden – sofern das Wissen darüber in den Familien besteht.