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Lehrklinik

TutorInnen-Team

 

In der Lehrklinik arbeiten aktuell über 50 Tutorinnen und Tutoren. Tutorinnen bzw. Tutoren sind Medizinstudierende höherer Semester, die die Kurse und Prüfungen der Lehrklinik bereits durchlaufen haben und medizindidaktisch geschult sind. Die obengenannte Abbildung gibt einen Ablauf über unser TutorInnenmanagement.

Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren im Rahmen des Tutorenmanagements basiert auf einem strukturierten und transparenten Auswahlprozess. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber reichen zunächst einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben ein. Anhand einer standardisierten Kriterienliste erfolgt anschließend die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für das weitere Verfahren.

Im nächsten Schritt findet ein persönliches Gespräch sowie zusätzlich ein Assessment statt. Das Assessment orientiert sich an dem Praktikum „Praktisch klinische Untersuchungsmethoden“ der Lehrklinik, welches die Bewerberinnen und Bewerber bereits absolviert und in einer OSCE-Prüfung bestanden haben. Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten vorab zwei Themen zur Auswahl und entscheiden sich für eines davon. Im Assessment übernehmen sie die Rolle eines Tutors und führen eine Peer-Teaching-Situation durch, indem sie einen Studierenden im gewählten Fach anleiten und ihre fachlichen sowie didaktischen Kompetenzen demonstrieren. Das Gespräch wird von den Tutorensprecherinnen und Tutorensprechern begleitet, während sie das Assessment zusätzlich beobachten und ihre fachliche Einschätzung sowie ihre Erfahrungen im anschließenden Auswahlprozess einbringen.

Im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Beratung im Team, auf deren Basis die finale Auswahlentscheidung getroffen wird.

Einarbeitungs- und Schulungskonzept der Tutorinnen und Tutoren

Die Einarbeitung und Schulung der Tutorinnen und Tutoren in der Lehrklinik erfolgt über ein strukturiertes, mehrstufiges Konzept innerhalb des Tutorenteams in enger Zusammenarbeit mit der Lehrklinik. Es umfasst digitale, organisatorische und praktische Elemente.

Zentrale Grundlage bildet die Plattform WueCampus. Hier werden Einarbeitungsstandards, Rollenbeschreibungen, Kursunterlagen sowie Informationen zu Dienstplänen und Abläufen bereitgestellt. Ergänzend dient ein Nachrichtenforum dem kontinuierlichen Austausch innerhalb des Tutorenteams und der Lehrklinik.

Die operative Einweisung erfolgt durch die Tutorensprecherinnen und Tutorensprecher und vermittelt praxisnah alle relevanten Grundlagen für den Tutorendienst. Dazu gehören Räumlichkeiten, Sicherheitsaspekte (z. B. Brandschutz), verbindliche Standards sowie praktische Hinweise aus dem Tutorienalltag.

Zu Beginn jedes Semesters findet eine Semesteranfangsbesprechung mit allen Tutorinnen und Tutoren statt. Neue Tutorinnen und Tutoren werden hier zusätzlich vorgestellt und erhalten eine strukturierte Orientierung durch die Lehrklinik. Zudem werden Organisation, aktuelle Entwicklungen, Evaluationsergebnisse sowie Herausforderungen und Lösungsansätze gemeinsam besprochen.

Im nächsten Schritte folgt dann die Qualifikations- und Schulungsstruktur.

Qualifikations- und Schulungsstruktur

Das Schulungsprogramm folgt einem aufbauenden System. Grundlage ist eine medizindidaktische Basisschulung (4 Stunden) mit Theorie und praktischer Simulation. Inhalte sind insbesondere das Anleiten von Studierenden, der Umgang mit Störungen in Lehrsituationen sowie typische Herausforderungen im Lehralltag. Zur Vorbereitung erhalten die Tutorinnen und Tutoren ein Skript über WueCampus.

Die kursbezogene Qualifizierung erfolgt entlang der Dauer der Tätigkeit:

    1. Semester: PKU-Kurse
    2. Semester: PKF-Kurse + ein curricularer Kurs
    3. Ab 3. Semester: weitere curriculare sowie Freiwilligenkurse

Freiwilligenkurse können bei entsprechender Eignung und Entscheidung der Lehrklinik auch früher übernommen werden.

Jede Stufe umfasst zunächst eine fachliche Schulung durch verantwortliche Tutorinnen und Tutoren gemeinsam mit den Dozierenden, anschließend eine Hospitation. Erst danach erfolgt die eigenständige Durchführung des jeweiligen Kurses.

Das Schulungssystem ist verpflichtend wiederkehrend aufgebaut: Alle Tutorinnen und Tutoren nehmen spätestens alle zwei Semester erneut an den jeweiligen Schulungen teil, um Inhalte, Standards und didaktische Qualität regelmäßig zu aktualisieren und zu sichern.

Rollenstruktur im Tutorensystem

Nach erfolgreicher Qualifikation werden Tutorinnen und Tutoren als Fachtutorinnen bzw. Fachtutoren eingesetzt. Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit der Weiterentwicklung zum verantwortlichen Tutor. Diese übernehmen die inhaltliche und organisatorische Leitung einzelner Kurse in enger Zusammenarbeit mit den Dozierenden und sind zusätzlich für Durchführung, Organisation sowie kontinuierliche Weiterentwicklung der Schulungskonzepte zuständig.

Ergänzend vertreten die Tutorensprecherinnen und Tutorensprecher die Interessen von rund 60 Tutorinnen und Tutoren. Sie fungieren als Bindeglied zwischen Tutorenteam und Verwaltung und sind in zentrale Prozesse der Lehrklinik eingebunden.

Qualitätssicherung und Weiterentwicklung

Die Qualitätssicherung erfolgt durch mehrere ineinandergreifende Maßnahmen. Zentrale Elemente sind das Schulungssystem sowie die Dozenten-Lounge, über die Lehrinhalte kontinuierlich aktualisiert und bereitgestellt werden.

Die Dozierenden prüfen vor jedem Semester die Kursunterlagen auf Aktualität und stimmen Änderungen eng mit den verantwortlichen Tutorinnen und Tutoren sowie der Lehrklinik ab. So wird ein konsistenter und aktueller Stand der Lehre („State of the Art“) gewährleistet.

Ergänzend erfolgt eine OSCE-Schulung der Tutorinnen und Tutoren mit Fokus auf digitale Checklisten, Prüfungsabläufe, Verhaltensregeln sowie Evaluation und Weiterentwicklung des Prüfungsformats.

Die Lehrklinik verfolgt zudem einen partizipativen Ansatz. Im Rahmen eines jährlichen World-Café-Formats entwickeln Tutorinnen und Tutoren gemeinsam mit der Lehrklinik zentrale strategische Themen zur Weiterentwicklung der Ausbildungsstruktur.

 

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