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Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin

Tierhaltung: Aufbau und Funktion

Aufbau und Funktion
der tierexperimentellen Einrichtung im ZEMM


Der Tierhaltungsbereich im ZEMM teilt sich in 3 Tierhaltungsbereiche mit unterschiedlichen Hygienestandart sowie einem OP-Bereich auf.

Im Bereich I (experimenteller Bereich) befinden sich 12 Räumen die für die Unterbringung von Kleinnagern und Kaninchen vorgesehen sind. Die Wissenschaftler können in einem Verfügungsraum einfache experimentelle Eingriffe wie Blutentnahme und Injektionen durchführen ohne die Einheit zu verlassen. Weitere Maßnahmen können im angrenzenden Tier-OP durchgeführt werden. Im Bereich I beschränken sich die tierpflegerischen Aufgaben auf die reinen Haltungsmaßnahmen, d.h. Versorgung mit Futter, Wasser und frischen Käfigen. Tiere die in diesen Bereich eingebracht werden sollen, müssen über ein entsprechendes Gesundheitszeugnis verfügen.

Der Bereich II (Zuchtbereich) dient der Unterbringung der Zuchttiere, deren Erhaltungs- und Vermehrungszucht entsprechend den Vorgaben der Wissenschaftler durchgeführt wird. Um für die Zuchten optimale Bedingungen zu schaffen, ist der Zutritt grundsätzlich nur dem Personal der Tierhaltung gestattet. Arbeiten wie Absetzen, Verpaaren, Biopsien für genetische Tests werden von den Tierpflegern durchgeführt. Bei Bedarf kann einem qualifizierten Vertreter jeder Arbeitsgruppe für den Zugang in diesen Bereich eingearbeitet werden. Um eine höchstmögliche Hygienesicherheit gewährleisten zu können, werden Tiere nur über Embryotransfer eingebracht.

Im Bereich III (SPF-Bereich) sind die Kernzuchten untergebracht für deren Erhalt das ZEMM sorgt. Die über Embryotransfer eingebrachten Linien werden ausschließlich vom Personal der Tierhaltung versorgt.

Der der Tierhaltung angegliederte Tier-OP besteht aus einem Großtier-OP in dem zwei Operationsplätze für Schafe und Schweine zur Verfügung stehen, sowie acht Boxen für eine postoperative Intensivüberwachung. Zusätzlich stehen drei Räume mit jeweils vier Kleintier-OP Plätzen zur Verfügung. Einer dieser drei Räume wird durch die Arbeitsgruppe "Transgene Technologie" genutzt um die im Rahmen der Embryotransfers, der Konservierung und der Generierung von Mauslinien notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Die Arbeitsplätze in den anderen Räumen werden nach Bedarf mittel- bzw. langfristig vergeben.

Im Laborbereich im EG und im 1. OG des ZEMM kann nach Absprache mit der Leitung und unter strenger Einhaltung der Hygienischen Voraussetzungen im Einzelfall eine Messstation errichtet werden.

Kontakt
Dr. H. Wagner

Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin
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