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Fachschaft Medizin

PromoMed Online - How to do a Doctorate

Hilfe zu den wichtigen Fragen rund um die Doktorarbeit

Die Promotion - Wie fängt man so etwas eigentlich an? Schon bei der Entscheidung zu einer Promotion steht man vor einem Berg an Fragen. Macht das überhaupt Sinn für mich? Wo bewerbe ich mich? Was gibt es für Unterschiede?

Auf dieser Seite versuchen wir alle wichtigen Infos zur Doktorarbeit zusammenzutragen, beginnend mit der Entscheidung, ob sie überhaupt sinnvoll für einen ist und - falls ja - welche Art von Doktorarbet. Aber auch während des Promotionsprojekts ergeben sich oft ähnliche Fragen, die wir hier versuchen möglichst umfassend zu beantworten.

Vor Beginn des Promotionsvorbereitenden Projektes

Pro / Contra, will ich überhaupt eine Doktorarbeit schreiben?

Pro:

  • Erster Schritt einer wissenschaftlichen Karriere

  • intensive Beschäftigung mit einem wissenschaftlichen Thema und Reinschnuppern, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert

  • Einblicke in medizinische Forschung und evidenzbasierte Medizin erlangen

  • selbstständiges Arbeiten: Lernen sich selbst zu organisieren / Dinge zu planen / Zeitmanagement
    Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen stärken

  • Kann ich mir eine spätere Tätigkeit in der Forschung vorstellen? Strebe ich eine Arbeit an einem Uniklinikum an? (Der Doktortitelist Voraussetzung dort dauerhaft zu arbeiten, da die Promotion den wichtigsten Grundstein für eine wissenschaftliche Karriere an der Universität darstellt. Das Wissenschaftszeitgesetz besagt, dass nach 6 Jahren ohne abgeschlossener Promotion kein Arbeitsverhältnis an einer Universität mehr aufrechterhalten wird.)

  • Möchte ich mir dadurch bessere Karrierechancen verschaffen?

  • Öffentliche Wahrnehmung des Arztes als “Doktor”

  • Erwartung (“gehört halt dazu”)

Contra:

  • Rückschläge bzw. Frustration, vieles funktioniert nicht beim ersten Mal

  • nicht für jeden später angestrebten Job notwendig oder sinnvoll (in einem kleinen Haus/Praxis)

  • oft ist man als Doktorand doch auf sich alleine gestellt

  • großer Zeitaufwand

  • keine Voraussetzung für die Approbation

  • kein Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten

Promotionsmöglichkeiten

Grundsätzlich werden in Würzburg 2 Arten von medizinischen Promotionen unterschieden: a) Promotionen im Rahmen der medizinischen Fakultät sowie b) im Rahmen der Graduate School of Life Sciences (GSLS). Promotionen im Rahmen der GSLS werden häufig auch als strukturierte Promotionen bezeichnet (u.a. Betreuungskommittee, regelmäßige Teilnahme an Seminaren, Kongressteilnahme, Fortbildungsveranstaltungen, Koautrorenschaft auf einer Publikation). Aber auch die Promotionen, die vollständig im Rahmen der medizinischen Fakultät erfolgen, enthalten Elemente einer strukturierten Promotionen (z.B. Betreuungskommittee) gemäß der Rahmenpromotionsordnung der Unviersität Würzburg. Zur Förderung der Medizinischen Promotion im Rahmen der Graduiertenschule für Lebenswissenschaften (GSLS) werden Promotionsstipendien durch die Medizinische Fakultät und die GSLS vergeben (siehe unten).

Weiterführende Verweise und Definitionen

Infos der Medizinischen Fakultät zur Promotion

Graduate School of Life Sciences

Promotionsausschuss

Vorsitzender: Dekan
besteht aus allen habilitierten Mitglieder des Fakultätsrates

Promotionskommission

Vorsitzender: Prodekan für Promotionen
Funktion: dem Promotionsausschuss zuarbeiten

Ethikkommission

Datenschutzbeauftragter

Bemerkung: Wenn z.B. datenschutzrechtliche und ethische Vorgaben bei patientenorientierten Studien nicht beachtet werden, können Promotionen eventuell abgelehnt werden.

Tierschutz 

Infos zum Tierschutz folgen

Zusatzstudiengang

Translational Medicine

Studierende werden u.a. über (Forschungs-)Praktika und verschiedene Module langsam an eine Promotion herangeführt. Der Beginn der Doktorarbeit fällt somit meist ins 7. oder 8. Semester.

Promotionsarten

a. Experimentelle Arbeiten

Es handelt sich meist um prospektive Arbeiten, d.h. die Daten müssen erst erhoben werden und dafür verbringt man als Doktorand seine Zeit mit Experimenten im Labor. Dabei forscht man meist an Zellkulturen, Gewebeproben oder Versuchstieren. Experimentelle Doktorarbeiten sind in fast allen Bereichen der Medizin durchführbar aber v.a. in der Grundlagenforschung.

Pro: Spaß bei eigenständiger Bearbeitung einer Fragestellung und Suche nach kreativen Lösungsansätzen; bei einer in Forschung oder an Universitäten angestrebten Karriere zu empfehlen; Austausch und Arbeit in Forschungsgruppe; je nach Durchführung gute und sehr gute Noten möglich;

Contra: zeitintensiv (eigentlich kaum ohne Freisemester durchführbar); hohe Motivationsbereitschaft und Frustrationstoleranz erforderlich; Rückschläge und Risiko, dass Versuche nicht funktionieren; evtl. Abhängigkeit von Ergebnissen anderer Personen aus der Arbeitsgruppe

b. Klinische/ klinisch epidemiologische Arbeiten

Hierunter fallen Doktorarbeiten, die im Rahmen von klinischen Studien mit Patienten oder Probanden durchgeführt werden. Dementsprechend sucht ihr am besten in den klinischen Instituten und Fächern. Auch hier erfolgt meist eine prospektive Datenerhebung mit anschließender Auswertung.

Pro: Nähe zum klinischen Arbeitsalltag; Kontakt zu Patienten / Probanden; oft interessante Themen von aktueller klinischer Bedeutung für die Betroffenen; Ausführen von Untersuchungen, Anamnesegesprächen, Routinetätigkeiten (z.B. Blutabnehmen, bestimmte diagnostische Untersuchungen); Arbeit in Gruppe / Team; je nach Durchführung gute und sehr gute Noten möglich;

Contra: zeitaufwändig (meist auch ein Freisemester erforderlich); Umfang der Rekrutierung von Patienten / Probanden (angestrebte Anzahl realistisch? Einschlusskriterien? Gibt es dafür schon ein laufendes System oder Datenbank etc.? Müsst ihr Euch Patienten oder Probanden selbst suchen?); Abhängigkeit von der Mitarbeit der Patienten / Probanden; in der Regel offizielle Genehmigung durch die Ethikkommission nötig sowie Einholung datenschutzrechtliche Freigabe

c. Statistische Arbeiten

Hier verbringt man als Doktorand die meiste Zeit vor dem PC oder in Archiven, um die vorhandene Daten aufzuarbeiten und zu analysieren und mit der Literatur oder anderen Studien zu vergleichen. Es handelt sich in der Regel um retrospektive Arbeiten.

Pro: i.d.R. am einfachsten und wenigsten zeitaufwendig; selbständiges sowie unabhängiges Arbeiten und eigene, freie Zeiteinteilung; semesterbegleitende Durchführung gut möglich;

Contra: eher durchschnittliche bis weniger gute Benotung; evtl. trockene und einsame Arbeitsatmosphäre; Abhängigkeit von guter Datenlage und in der Vergangenheit sorgfältiger Dokumentation; Gefahr, dass die Arbeit von der Prüfungskommission nicht anerkannt wird (Absicherung beim Promotionsausschuss)

d. Theoretische Arbeiten

Theoretische Arbeiten findet ihr z.B. in der Medizinethik oder –geschichte. Ähnlich wie in geisteswissenschaftlichen Fächern muss man sich hier erst viel einlesen und intensiv mit Literatur und anderen Quellen arbeiten.

Pro: interessante Fragestellungen; eigenständiges Arbeiten;

Contra: u.U. auch zeitaufwendig; Suche nach angemessenen und brauchbaren Quellen;

Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Anfangen?

Es gibt natürlich pauschal nicht den einen perfekten Zeitpunkt, um sich mit dem Thema “Doktorarbeit” auseinanderzusetzen oder die Suche nach einer Arbeit zu beginnen.

Sich direkt im 5. Semester Stress oder Panik zu machen, dass man jetzt sofort damit anfangen muss, ist absolut nicht nötig. Nur die wenigsten Studierenden beginnen im 5. Semester mit ihrer Doktorarbeit. Denn gerade für die Suche nach der zu euch passenden Arbeitsgruppe, einem interessanten Thema und kompetenten Betreuern solltet ihr euch Zeit lassen. Oft ist es außerdem sinnvoll vor Beginn einer klinischen Doktorarbeit bereits etwas klinische Erfahrung zu sammeln. Viele Doktoreltern erwarten von ihren Bewerbern in dem Fach, in dem man promovieren möchte, Vorwissen, z.B. durch den Besuch der Lehrveranstaltungen in der Uni und eine bestandene Klausur oder aufgrund einer entsprechenden Famulatur. Bei experimentellen Arbeiten oder an den vorklinischen Instituten steht das oft nicht so stark im Vordergrund, da hier eine spezifische Einarbeitung in das Thema erforderlich ist.

Während also viele Studierende erst im 7. Semester oder später mit ihrer Doktorarbeit anfangen, muss natürlich auch auf die Erwartungen der Doktoreltern hingewiesen werden: Gerade für lang angesetzte semesterbegleitende Forschungsprojekte sollte man möglichst früh beginnen und wird im Zweifelsfall als Student des 7. Semesters gar nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen.

In der Regel muss man auch damit rechnen, dass die Planung und Durchführung der Studie / Experimente etc. länger dauert als am Anfang angesetzt - es kommt immer mal was dazwischen! Außerdem unterschätzen die meisten Studierenden im Voraus die Zeit, die zum Schreiben der Arbeit benötigt wird. Plant dafür also von Beginn an genügend Zeit ein.

FAZIT: Je nachdem, was ihr sucht, wann ihr euch bereit fühlt, was ihr für eigene Vorstellungen habt und wie viel Glück ihr bei der Suche habt, lohnt es sich ab dem 5. Semester sich Gedanken zu machen und sich umzuschauen. Ihr müsst euch aber definitiv nicht gleich mit dem Beginn der Klinik stressen und euch von Misserfolgen entmutigen lassen.

Und wie komme ich dann an eine Stelle? Bewerbungsart

Auch auf diese Frage gibt es nicht DIE eine Antwort. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten an eine Doktorarbeit zu gelangen.

Praktisch ist es immer, wenn man Leute kennt: Hilfreich ist es sicherlich, bei Freunden und Kommilitonen nachzufragen, wie es bei ihnen mit der Suche funktioniert hat, wie es in ihrer Arbeitsgruppe oder im Institut abläuft, ob dort vielleicht ein Doktorand gesucht wird oder sie etwas gehört haben, was euch weiterhelfen kann.

Eine weitere Möglichkeit bieten natürlich Vorlesungen, in denen die Dozenten manchmal auf mögliche Doktorarbeiten in ihrem Institut hinweisen. Ihr könnt Dozenten auch direkt nach einer Vorlesung, einem Seminar oder Praktikum ansprechen, aber dabei empfiehlt es sich vorbereitet zu sein und euer Interesse an dem Fachbereich oder Forschungsgebiet gut erläutern zu können.

Auch bei der Option E-Mails für die Bewerbung direkt an Arbeitsgruppen- oder Institutsleiter zu versenden sollte man sich nicht auf die reine Anfrage („Kann ich bei Ihnen eine Doktorarbeit machen?“) beschränken. Ihr solltet euch stattdessen überlegen, womit ihr überzeugen könnt: die angemessene Anrede, eine Begründung für die Wahl dieses Fachgebiets / genau dieser Arbeitsgruppe oder wodurch das Interesse an einem Thema geweckt wurde und eine höflich formulierte Bitte um ein persönliches Gespräch sind hierfür als Kernpunkte zu nennen.

Informiert euch, ob der potenzielle Doktorvater ein Sekretariat hat oder es eine zentrale E-Mailadressen für Doktorarbeiten am Institut gibt, an die ihr eure Anfrage zusätzlich senden könnt. Von Vorteil ist es immer, wenn im Vorfeld schon eine Famulatur in diesem Bereich geleistet wurde oder ihr nachfragt, ob die Möglichkeit besteht, in das entsprechende Labor „hinein zu schnuppern“.

Übrigens:

  1. Wenn ihr herausfinden wollt, woran die verschiedenen Arbeitsgruppen forschen, bietet es sich an in den Forschungsbericht der Fakultät zu schauen: https://www.med.uni-wuerzburg.de/forschung/forschungsberichte/

  2. Es ist übrigens auch möglich seine Doktorabeit im Ausland zu machen. Die meisten Profs kennen Profs, die im Ausland arbeiten, also fragt einfach mal nach...

erstes Treffen: Fragen
  • Erwartungen des Doktorvaters / Betreuers

    (Da nur Habilitierte als Doktoreltern = offizielle Betreuer in Frage kommen, gibt es für den Doktoranden meist noch einen direkten betreuenden Ansprechpartner, mit dem man am meisten zu tun hat. Das kann ein wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Assistenzarzt aus der Arbeitsgruppe sein.)

  • Fragestellung

    Wie sieht die Fragestellung aus? (Aussagen, wie “Und dann überlege ich mir noch irgendwas, was Sie dann am Ende noch im Labor machen.” hinterfragen, da ihr ja wissen wollt, wie viel Zeit ihr einplanen müsst.)

  • Zeitplanung

    • allgemein (Wann kann mit der Arbeit begonnen werden? Wie lange dauert der Praktische Teil? Ist ein Freisemester nötig?)
    • Gibt es Seminare, Vorträge in den Arbeitsgruppen des Instituts oder andere feste Termine?

    • Erreichbarkeit des Betreuers? Regelmäßige Treffen? (> Promotionsordnung)

    • Fristen, die einzuhalten sind?

    • Plant der Betreuer demnächst einen Wechsel an eine andere Uni oder einen Auslandsaufenthalt?

  • Studienprotokoll

  • Voraussetzungen für den Beginn der Arbeit? Je nach Art der Promotion möglicherweise

    • Ethikantrag (Verantwortlichkeit liegt nicht beim Studierenden, sondern bei Betreuer oder Doktoreltern!) oder Unbedenklichkeitsbestätigung der Ethikkommission wenn kein Ethikantrag nötig ist

    • Datenschutz bei der Verarbeitung von personenidentifizierbaren Daten

    • Tierschutz: Scheinerwerb im Rahmen eines Kurses zum Umgang mit Versuchstieren

Achtung: die Bearbeitung kann dauern und vorher dürft ihr nicht anfangen

  • Arbeitsweise

    • Werde ich eingearbeitet? Wer arbeitet mich in die Methoden ein? Sind die Methoden schon etabliert?

    • Gibt es neben meinem Betreuer noch spezielle Ansprechpartner?

    • Kann ich unabhängig arbeiten? Was schränkt mich ein? (Laboröffnungszeiten, Warten auf Patientenproben, Abhängigkeit von dritten Personen für spezielle Methoden, Ergebnisse aus Experimenten eines anderen Doktoranden etc.)

    • Bekomme ich einen PC-Zugang? Eigener Schlüssel od. Möglichkeit zum Ausleihen?

  • Was passiert, wenn der Plan so nicht funktioniert? Gibt es einen Plan B falls die Experimente so nicht funktionieren?

FAZIT:

Die Qualität der Betreuung ist vielleicht sogar mit einem Thema, für das ihr euch interessieren und motivieren könnt, das Wichtigste bei einer Promotion.

Erfahrungsberichte

Hier findet ihr ein Verzeichnis mit Doktoranden verschiedener Arbeitsgruppen unserer Fakultät. Diese könnt ihr anschreiben und nach ihren Erfahrungen befragen: WueCampus-Kursraum "FS Medizin"

PromoMed

PromoMed ist eine Informationsveranstaltung, die einmal im Semester stattfindet und euch einen Überblick über das kompliziert erscheinende Thema Promotionen, Tipps aus Sicht der Dozenten und eine Vorstellung vom Ablauf der Promotion geben soll. Neben einem Vortrag eines Studierenden stellt sich z.B. auch die GSLS vor und Frau Dr. Diana Klein präsentiert das umfassende Angebot der Unibibliothek.

Eine zweite Veranstaltung ist die PromoMesse, bei der sich Institute und Arbeitsgruppen vorstellen, eventuell sogar konkrete Themen für Doktorarbeiten anbieten und vor allem mit euch direkt in Kontakt kommen können.

Weitere Infos zu PromoMed

Während des Promotionsvorbereitenden Projektes

Anmeldung / Betreuungsvereinbarung

Nachdem ihr es geschafft habt und ein passendes Thema mit guter Betreuung gefunden habt, fangt ihr während Eures Studiums mit Eurem sog. Promotionsbezogenen Projekt an. Wenn ihr nicht über die GSLS (s.o.) promoviert, müsst ihr dieses Vorhaben auch im Dekanat bei Frau Mewis anmelden. Dafür füllt Ihr das Formular “Betreuungsvereinbarung für ein Promotionsbezogenes Projekt, Teil A und B” aus (unter Formulare und Merkblätter auf der Dekanatsseite).

  • Im Teil A müsst ihr Angaben zu Eurer Person machen.

  • Teil B enthält

    • Euer Betreuungskomitee, bestehend aus Eurer Doktormutter/Eurem Doktorvater und 2 weiteren Mitgliedern (für die Zusammensetzung gibt es bestimmt Richtlinien, an die Ihr Euch halten müsste, welche im Formular stehen)

    • Beschreibung und Beginn Eurer Projektarbeit

    • und Angaben zu folgenden Fragen: “Ist ein Ethikvotum nötig?”, “Werden Tierversuche durchgeführt und gibt es dafür eine Berechtigung?” und “Was für Qualifizierungsmaßnahmen sind geplant?”.

Wenn das Promotionsbezogene Projekt durch den Dekan genehmigt wurde, wird das Formular per E-mail Euch zurückgeschickt.

Nach dem Bestehen des mündlichen Examens seid ihr dann verpflichtet Euch für das Promotionsstudium an der Uni einzuschreiben. Dafür müsst ihr Folgendes abgeben:

  1. Zeugnis der Ärztlichen Prüfung (inkl. 3. Abschnitt) oder zahnärztliche Prüfung

  2. Betreuungsvereinbarung für ein Promotionsbezogenes Projekt Teil C

  3. Ausgefüllter Zulassungsantrag als Doktorand/in (s. Mustervorlagen)

Statistische Beratung, Kurse von Unibibliothek und RZ etc.

Statistische Beratung

Falls ihr im Rahmen eurer Promotionsarbeit hinsichtlich der Planung, Durchführung, Auswertung und der Ergebnisinterpretation auf der Suche nach professioneller Unterstützung seid, werdet ihr auf der Homepage des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie fündig:

https://www.med.uni-wuerzburg.de/epidemiologie/lehre/statistische-beratung/studentische-statistische-beratung/

Dort findet ihr auch ein Formular, das für eine Terminanfrage an die angegebene E-Mailadresse zu schicken ist. Das Institut bietet neben methodischer und statistischer Beratung im Sinne einer „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Studierende auch SPSS – Kurse an:

https://www.med.uni-wuerzburg.de/epidemiologie/lehre/spss-kursangebot/

Unibibliothek Würzburg: Kurse, Ansprechpartner etc.

Die Unibibliothek bietet Medizinstudenten für ihre Promotion ein vielfältiges Angebot an Kursen und Modulen. www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/lernen/kurse-module-e-learning/

  • Datenbank-Workshop: Literatursuche für die medizinische Doktorarbeit mit PubMed (https://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/lernen/kurse-module-e-learning/literatursuche-fuer-die-medizinische-doktorarbeit/ )

  • Literaturverwaltung und Zitieren: mehrere Kurse zu verschiedenen Programmen

  • Kurse speziell für Promovierende und WissenschaftlerInnen: Anmeldung aber nur über die GSLS möglich

  • Veröffentlichung der Dissertation: Sobald man nach der bestandenen mündlichen Prüfung die Genehmigung zur Veröffentlichung der eigenen Dissertation erhält, bietet die Unibibliothek ein breites Beratungsangebot zum weiteren Vorgehen. Zudem wird hier auch der Nachweis über die veröffentlichte Dissertation ausgestellt, ohne den man keine Doktorurkunde bekommt. Dabei legt die Promotionsordnung fest, auf welche Art veröffentlicht werden kann. Zu den weiteren Informationen: https://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/forschen-publizieren/dissertationen-publizieren/

  • Fachreferentin für Medizin: Frau Dr. Diana Klein (diana.klein@bibliothek.uni-wuerzburg.de )


Unibibliothek: Hinweise zur fachspezifischen Literaturrecherche

Die wichtigsten Datenbanken für medizinische Fragestellungen:

Pubmed ist die umfassendste medizinische Datenbank und enthält die Informationen über Artikel aus medizinischen Fachzeitschriften. Zusätzlich zur Suche nach Stichwörtern aus dem Titel oder Abstract kann in Pubmed gezielt nach Schlagworten aus den Medical Subject Headings (MeSH) gesucht werden. Die Suchergebnisse können nach den verschiedensten Kriterien eingeschränkt werden (z. B. Altersgruppe und Geschlecht der Patienten).

Der Science Citation Index Expanded bietet die Möglichkeit, über die Referenzlisten von Publikationen verwandte Artikel zu recherchieren. So können Sie sich sowohl eine Liste der Artikel erstellen lassen, die in einer bestimmten Publikation zitiert werden (retrospektiv) als auch eine Liste der Artikel, in denen die Publikation zitiert wird (prospektiv). Außerdem können Sie sich Artikel anzeigen lassen, die eine oder mehrere der Referenzen zitieren, die auch in der betrachteten Publikation zitiert werden.

Artikel aus deutschen oder deutschsprachigen Zeitschriften, die nicht in Pubmed enthalten sind, können über die CC Med gesucht werden. Systematische Reviews und kontrollierte klinische Studien sind in der Cochrane Library zu finden.

(Quelle:https://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/ueber-uns/ansprechpersonen-kontakt/fachliche-ansprechpersonen/fachinformationen/medizin/ )

IT-Kurse des Rechenzentrums

Auch das Rechenzentrum veranstaltet verschiedene IT-Kurse (von Word über PowerPoint und Excel hin zu Grafikprogrammen und SPSS etc.), an denen alle Studierenden der Universität Würzburg kostenlos teilnehmen können.

Zu jedem Kurs ist eine Anmeldung über den KursShop mit dem eigenen Rechenzentrums-Account nötig.

Im Kurskalender findet ihr eine Übersicht über alle angebotenen Termine.

Kursangebot sowie weitere Informationen findet ihr hier

Mögliche Probleme

a. ungenügende Betreuung

  • schlechte Erreichbarkeit des Betreuers

  • kümmert sich nicht, wie es bei euch läuft

  • wenig Verständnis für Probleme

  • keine Antworten auf eure Fragen

b. Kommunikation

  • schlechte Zusammenarbeit mit anderen Instituten, Arbeitsgruppen

  • Konflikte

  • hat der Betreuer euch als neuen Doktoranden bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern und allen, mit denen zusammengearbeitet werden muss, so vorgestellt, dass ihr auch beachtet werdet?

c. zeitliche Verschiebung

  • ungenügende Vorplanung, keine ausreichende Vorarbeit (fehlendes Studienprotokoll, Festlegung der Fallzahl etc.)

  • Studie oder Versuche dauern länger als vorher geschätzt

  • Verschiebung von Fristen, die vorher anders besprochen wurden

  • Verzögerung eures Studiums, wenn ein Freisemester nicht ausreicht

d. Schwierigkeiten bei klinischer Arbeit:

  • zu wenig Patienten, Probanden aufgrund der Einschlusskriterien

  • keine Anreize für gesunde Probanden freiwillig an der Studie teilzunehmen

  • Verzögerung durch noch ausstehende Genehmigung der Ethikkommission

  • Abhängigkeit von Dritten, wenn ihr die Untersuchung nicht selbst durchführen könnt

e. Schwierigkeiten bei experimentellen Arbeiten:

  • Versuche funktionieren nicht

  • zu wenig Proben oder Material für die Versuche

  • zu viel Wartezeit auf ausreichendes und passendes Material

f. Gedanken an einen möglichen Abbruch eures promotionsvorbereitenden Projektes

  • Sprecht mit Betreuer und Doktoreltern offen über eure Zweifel und kritische Punkte: Gibt es vielleicht eine Möglichkeit die von euch bisher investierte Arbeit und Ergebnisse daraus anders zu verwenden?

  • ein Abbruch sollte immer sehr gut überlegt sein aber auch schon andere Studenten vor Euch haben diese Entscheidung getroffen und später noch eine Doktorarbeit gefunden

g. fehlende finanzielle Unterstützung

  • Suche nach einem Promotionsstipendium ( > siehe dazu auch GSLS )

  • auslaufende Finanzierung des Forschungsprojektes > Zeitdruck für den praktischen Teil eurer Arbeit

Mögliche Ansprechpartner

Primär solltet ihr versuchen Probleme und Schwierigkeiten mit eurem Betreuer bzw. euren Doktoreltern zu besprechen und Lösungsansätze zu finden.

Bei Problemen, die ihr so nicht lösen könnt oder nicht wisst, wen ihr dafür am besten aufsucht, dürft ihr euch gerne an die Fachschaft wenden aber wir empfehlen euch vor allem auch das Promotionsbüro im Studiendekanat.

Dekanat der Medizinischen Fakultät

Josef-Schneider-Str. 2

Gebäude: D7, 1. OG, Raum 007

Tel.: +49 931 201-55228

E-Mail: Mewis_M@ukw.de

Sprechzeiten beachten!

Eventuell kann man in schwerwiegenden Fällen auch an die Promotionskommission bzw. den Promotionsausschuss herantreten.

Formalitäten

Alle formellen Anforderungen an die Dissertation findet ihr im Merkblatt für Doktoranden auf der Seite des Promotionsbüros: Formulare und Merkblätter

Dort findet ihr auch den  Antrag auf Zulassung zur Promotion, sowie Mustervorlagen der zusätzlich erforderlichen Dokumente.

Außerdem noch ein kurzer Crashkurs bezüglich der Formatierung, die von der Fakultät gewünscht wird:

1. Din A4-Format

2. Schriftgrad: 12

3. Zeilenabstand: 1,5-fach

4. Randbreite: 3 cm zu allen Seiten

5. Verschiedene Schriftarten sind nicht gewünscht, ausgenommen sind Tabellen, Fußnoten und Textstellen, die bewusst hervorgehoben werden sollen.

6. Was noch zu erwähnen ist, aber eigentlich selbstverständlich sein sollte, ist, dass natürlich keine handschriftlichen Notizen gerne gesehen werden.

Beurteilung der Dissertation, Kolloquium und Benotung

Der genaue Ablauf vom Antrag auf Zulassung zur Promotion bis zur Benotung ist ausführlich in der Promotionsordnung der Medizinischen Fakultät beschrieben.

Weitere Infos

Hier folgen weitere Infos

Eure Meinung ist gefragt!

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Kontakt

Fachschaftsvertretung der Medizinischen Fakultät
Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg

Tel.: +49 931 31-53859
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