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Intern
    Lehrstuhl für klinische Epidemiologie und Biometrie

    PAKO

    PAKO - Transsektorale Entwicklung der Patientenkompetenz bei Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren

    Leitung:

    Prof. Dr. Dr. Hermann Faller (Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften)

    Prof. Dr. Peter U. Heuschmann (Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie IKE-B)

    Prof. Dr. Achim Wöckel (Frauenklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg)

    Projektmitarbeiter: Dr. Karin Meng, Natascha Fahmer M.Sc. Psych.
    Projektbeteiligte:

    Kooperationspartner:

    Prof. Dr. Ralf Bargou, Dr. Claudia Löffler, Comprehensive Cancer Center Main-franken, Josef-Schneider-Str. 6, 97080 Würzburg

    Prof. Dr. Dirk Engehausen, Sinntalklinik Bad Brückenau der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern, Wernarzer Straße 12, 97769 Bad Brückenau

    Dr. Holger Hass, Paracelsus-Klinik Scheidegg, Kurstraße 5, 88175 Scheidegg

    Prof. Dr. Monika Reuss-Borst, Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet, Frankenstraße 36, 97708 Bad Bocklet

    Projektförderung: Deutsche Krebshilfe im Förderungsschwerpunktprogramm „Patientenorientierung“
    Projektdauer: laufend seit 02/2019 – 01/2022
    Kontakt: Dr. Karin Meng (E-Mail: k.meng@uni-wuerzburg.de)

     

    Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren sind im Verlauf ihrer Erkrankung mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehört die Befriedigung des eigenen Bedürfnisses nach Information zur Erkrankung, die Bewältigung entstehender psychischer Belastungen und die Abmilderung von verschiedenen körperlichen Beschwerden. Im deutschsprachigen Raum gibt es nur wenige Studien dazu, wie sich diese Herausforderungen im Verlauf einer Krebserkrankung entwickeln. Darüber hinaus besteht ein geringes Wissen darüber, in welchem Ausmaß sich die Betroffenen als kompetent fühlen, diese Herausforderungen zu meistern, und wo sie Unterstützung durch Experten oder das soziale Umfeld wünschen, um eigene Kompetenzen zu stärken. Bekannt ist, dass nur ein Teil der Patientinnen, die eine Herausforderung wahrnehmen, vorhandene Unterstützungsangebote nutzt. Unklar ist, ob dies daran liegt, dass sie die Herausforderung als wenig relevant bewerten, sie bereits eigene Kompetenzen zur Bewältigung haben oder ihnen Informationen zu den Unterstützungsangeboten fehlen. Weitere Erkenntnisse zu den genannten Aspekten sind wichtig, um passende Angebote für die Patientinnen zu entwickeln und deren Kompetenz im Umgang mit den Herausforderungen der eigenen Erkrankung (= Patientenkompetenz) zu fördern.

    Ziel der vorliegenden Studie ist es daher, Erkenntnisse über die Entwicklung der Patientenkompetenz bei Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren von der Akuttherapie über die onkologische Rehabilitation bis in die Nachsorge zu gewinnen. Dafür werden folgende Fragen untersucht:

    • Mit welchen Herausforderungen in Bezug auf Informationsgewinnung, psychische Belastung und körperliche Beschwerden (Symptome, Nebenwirkungen, Langzeitfolgen) sind die betroffenen Frauen konfrontiert?
    • Erleben sie sich als kompetent, diese Herausforderungen zu meistern bzw. können sie Unterstützungsangebote nutzen?
    • In welchen Bereichen und in welcher Form wünschen sie Unterstützung, um ihre Kompetenz zu stärken?

    Zur Beantwortung der Fragen werden in einem ersten Studienteil Interviews mit Patientinnen mit einer Krebserkrankung am Ende der Akutbehandlung in der Klinik oder am Ende eines Rehabilitationsaufenthalts sowie mit Teilnehmerinnen an Krebsselbsthilfegruppen geführt. Darauf aufbauend werden 258 Patientinnen am Ende ihrer Akutbehandlung sowie nach weiteren 6 und 12 Monaten mit einem Fragebogen befragt. Aus den Ergebnissen sollen Ansatzpunkte für die Stärkung der Patientenkompetenz abgeleitet werden. Diese sollen dann in folgenden Studien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft werden.