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Lehrstuhl für klinische Epidemiologie und Biometrie

Hintergrund und Fragestellung

Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung der Frau in Deutschland. Pro Jahr erkranken etwa deutschlandweit 70.000 Frauen daran und bei etwa einem Viertel der Erkrankten lautet die Diagnose fortgeschrittener oder metastasierter Brustkrebs.

Für die Therapie des metastasierten Brustkrebses wurden evidenzbasierte, d. h. auf der Basis zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse, Empfehlungen in Form klinischer Leitlinien entwickelt. Darin finden behandelnde Ärzte Hinweise darauf, welche wirksamen Therapiemöglichkeiten sie ihren Patienten anbieten können.

Trotz dieser bestehenden Empfehlungen der Leitlinie, kommt es dennoch zu Abweichungen, auch als Nicht-Leitlinienkonformität bezeichnet, in der Therapiewahl. Anhand von Studien weiß man, dass bei Patienten mit lokal begrenztem Brustkrebs (d. h. Brustkrebs, der noch nicht gestreut hat, also keine Metastasen/Absiedlungen im Körper gebildet hat) Abweichungen von den Empfehlungen der Leitlinie aufgrund des Alters des Patienten, der Facharztrichtung (z. B. Frauenarzt, Onkologe, Hausarzt), dem städtischen verglichen mit dem ländlichen Raum erklärt werden können. Allerdings fehlen diese Informationen bisher bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Brustkrebs. Dies möchte das BRE-4-MED-Register ändern und dazu eine verlässliche Informationsbasis zur Therapie von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasierten Brustkrebs im Raum Main-Franken schaffen.

Darüber hinaus sollen erstmals auch die Bedürfnisse und Bedarfe der Patienten und deren Angehörige über den Lauf der Erkrankung erfragt werden. Diese Informationen können wiederum einen wichtigen Hinweis darauf liefern, ob sich z. B. die Lebensqualität in den verschiedenen Phasen der Therapie verändert und ob die Behandlung den Bedürfnissen des Patienten entspricht. Mit Hilfe des BRE-4-MED-Registers kann so die Grundlage für bedarfsgerechte Versorgungskonzepte geschaffen werden. Zudem soll anhand der Forschungsergebnisse dieser Registerstudie schließlich eine gezielte Bereitstellung von Ressourcen (z. B. breiteres Unterstützungsangebot), angelehnt an die Bedarfe und Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, geschaffen werden.

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Medizin, Geb. D7
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