piwik-script

Deutsch Intern
    Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung

    Advanced Clinician Scientist-Programm

    Die Universitätsmedizin ist der zentrale Ort der medizinischen Innovation und des Transfers neuer Forschungsergebnisse in die Gesundheitsversorgung.“ Um dies zu garantieren, bedarf es einer „substantiellen Zahl von Ärzten und Ärztinnen, die dauerhaft eine wissenschaftlich-klinische Tätigkeit ausüben“, mithin einer wissenschaftsorientierten und strukturierten Personalentwicklung mit verlässlichen und sichtbaren Karrierewegen für forschende Fachärzte und Fachärztinnen. Denn sie

    • besetzen die Schlüsselpositionen für medizinische Innovationen und Weiterentwicklung des Gesundheits- und Wissenschaftssystems;
    • sind aktiv in der Ausbildung und wissenschaftlicher Vorbildfunktion für engagierte junge Clinician Scientists (bspw. durch Mentoring-Weiterbildungen im Begleitcurriculum);
    • schaffen Vernetzung in einem forschungsaktiven Umfeld.

    siehe auch: Etablierung einer wissenschaftsorientierten Personalentwicklung für Fachärztinnen und Fachärzte in der Universitätsmedizin aus den Empfehlungen der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Ziel des Programms ist die Förderung wissenschaftlich etablierter Ärztinnen und Ärzte mit zumindest mittelfristig gesicherter Perspektive, ggf. in Schwerpunkt-/ Zusatzweiterbildungen, und der Absicht, künftig eine Leitungsfunktion in der Universitätsmedizin zu übernehmen.

    Zudem stärkt es folgende Aufgabenfelder von Medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum:

    • spezialisierte universitäre Krankenversorgung
    • grundlagen-, krankheits- und patientenorientierte Forschung sowie Versorgungsforschung
    • Qualitätssicherung der biomedizinischen, insbesondere der translationalen Forschung
    • Förderung internationaler Kooperationen
    • Weiterentwicklung der forschungsorientierten Lehre
    • Ausbildung und Mentoring des wissenschaftlichen Nachwuchses in der eigenen Arbeitsgruppe (Studierende, Promovierende und Postdocs der Humanmedizin und der Lebenswissenschaften) Vorbildfunktion und Rollenmodell als Mentorinnen und Mentoren und Mitwirkung in Clinician Scientist-Programmen, Graduiertenkollegs bzw. Graduiertenschulen und Forschungsverbünden

    Die Antragstellung erfolgt voraussichtlich alle anderthalb Jahre, i.d.R. zeitgleich mit der IZKF-Projektförderung.

    Die nächste Einreichungsfrist endet zum 02.12.2019.

    Maßgebend für die Einhaltung der Frist ist der elektronische Eingang der Antragsunterlagen.

    Bewerben können sich klinisch tätige Fach- bzw. Oberärztinnen und -ärzte, ggf. in Schwerpunkt oder Zusatzweiterbildung, bis einschließlich W1; eine Habilitation wird nicht zwingend vorausgesetzt.

    Die Antragsvoraussetzungen sind im Einzelnen:

    • Herausragende wissenschaftliche Qualifikation und entsprechende Erfahrung in der Lehre, nachgewiesen durch
      • mind. eine externe projektbezogene Drittmitteleinwerbung (i.d.R. mindestens 2-fach LOM-gewichtet, peer-reviewed, z.B. DFG-Sachbeihilfe und Vergleichbares, siehe LOM-Kategorien 2019 im Formularschrank der Abt. 1.1 unter 6. Sonstiges)
      • Nachweis über erbrachte Mentorenschaft(en) im wissenschaftlichen Bereich: Promotionen, Bachelor- und Masterarbeiten (über Nachweis durch der/die habilitierte/n Hauptbetreuer/in)
    • Unterstützungsschreiben der Klinikleitung mit Konzept der wissenschaftlichen UND klinischen Weiterentwicklung mit angestrebter Spezialisierung
      (unterzeichnet von Klinikleitung und Antragstellenden)
    • Gewünscht: Teilnahme an Mentoring-Programmen der Fakultät (als Mentor/Mentorin), Einbringung in die Betreuung von strukturierten Programmen (z. B. GSLS)

    Förderung durch das IZKF

    • Finanzierung der geschützten Forschungs­zeit im Umfang von mindestens 30% und höchstens 50% TV-Ä2 oder Ä3 (je nach klinischem Spezialisierungskonzept und wissenschaftlichem Weiterbildungskonzept)
    • Reisemittel stehen zentral zur Verfügung
    • Assistenzpersonal/Sachmittel müssen aus externen Mitteln bzw. dem Klinikhaushalt finanziert werden (siehe dazu auch: Eigenbeteiligung der antragstellenden Klinik)
    • Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für akademische Führungskräfte

    Begleit- und Qualifizierungsprogramm: Ziel ist der Erwerb von Kernkompetenzen für eine akademische Führungsposition (entsprechend der o. g. Aufgabenfelder) zur Unterstützung in der Karriereentwicklung und mit Blick auf die zweckmäßige Verbindung wissenschaftlicher und klinischer Tätigkeiten.

    Eigenbeteiligung der antragstellenden Klinik:

    • 50%-70% Finanzierung des klinischen Anteils abhängig vom Antrag, ggf. mit Diensten und Zusatzverträgen
    • Ausstattung (Sachmittel, Labor, Investitionen und Personal, in Abhängigkeit vom Projekt, jedoch mindestens 6.000 €/Jahr) müs­sen aus den Forschungsmitteln der Klinik zur Verfügung gestellt werden. Die Ausstattung für die/den AdvCS muss in diesem Zusammenhang detailliert dargestellt werden.

    Es wird erwartet, dass die AdvCSs Gestaltungsräume im kreativen Erfahrungsaustausch als Peer Group im Integrative Clinician Scientist College (ICSC) entwickeln und umsetzen. Dies umfasst unter anderem die

    • Definition von Kernkompetenzen und Fortbildungsmodulen für die eigene Zielgruppe (z.B. individuelles Coaching)
    • Engagement im Mentoring und als Vorbilder für die Clinician Scientists
    • Stärkung der internen und externen Vernetzung im Rahmen des ICSC

    Darüber hinaus erwartet man sichtbares Engagement im eigenen Fachbereich, z. B. durch Mitarbeit in Fachgesellschaften oder Organen der Forschungsorganisation.

    Eingereicht werden müssen:

    • das Bewerbungsformular inkl. Skizze des Forschungsprojekts in englischer oder deutscher Sprache
    •  eine Übersicht der beantragten Finanzen
    • Aussagekräftiger Lebenslauf mit Angabe von max. 10  (!) Ihrer wichtigsten Publikationen (Download-Vorlage oder eigener CV)
    • Zeugnisse (Staatsexamen, Facharztzertifikat, Promotionsurkunde, ggf. Habilitationsurkunde)
    • Verpflichtungserklärung: Konzept zur wissenschaftlichen und klinischen Weiterentwicklung sowie Umsetzungsplan für die forschungsgarantierten Zeiten, gemeinsam entwickelt und gezeichnet von Antragstellerin/Antragsteller und Klinikleitung

    Die Bewerberinnen und Bewerber stellen sich im Januar 2020 in einem Minisymposium und in Einzelinterviews einer IZKF-Auswahlkommission für das Advanced Clinician Scientist-Programm vor. Unter Hinzuziehung fachnaher interner Gutachten formuliert die Kommission eine Förderempfehlung an den Vorstand des IZKF. Dieser trifft eine Vorauswahl und leitet diese an den Externen Wissenschaftlichen Beirat für seine Begutachtung am 5. März 2020 weiter. Auf Grundlager der internen und externen Gutachten entscheidet der Vorstand des IZKF nach Maßgabe der verfügbaren Mittel über die Aufnahme in das Programm.

    Auswahlkriterien sind u. a.

    • Herausragende wissenschaftliche Qualifikation, kontinuierlich und mit eigenem Profil
    • Erfahrung in Lehre und Mentoring
    • innovatives, kompetitives und wissenschaftlich exzellentes Forschungsprojekt
    • Umsetzbarkeit der langfristigen Etablierung als Clinician Scientist