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    Institute for Clinical Epidemiology and Biometry

    VOR-psy

    Wirksamkeit der verhaltensmedizinisch orientierten Rehabilitation mit divergierenden psychologischen Gruppenansätzen bei Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen (VOR-psy)

    Leitung:

    Dr. Karin Meng

    Projektumsetzung :

    Verena Heß

    Projektbeteiligte:

    Argentalklinik, Isny-Neutrauchburg

    Klinik Weser, Reha-Zentrum Bad Pyrmont

    Mühlenbergklinik - Holsteinische Schweiz, Bad Malente-Gremsmühlen

    Projektförderung:

    Deutsche Rentenversicherung Bund

     

    Projektdauer:

    laufend seit 01/2020 – 12/2022
    Kontakt: Dr. Karin Meng (E-Mail: k.meng@uni-wuerzburg.de)

     

    Chronische Rückenschmerzen weisen eine hohe epidemiologische und gesundheitsökonomische Bedeutung auf. Zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen wird ein multimodaler Ansatz empfohlen, der auch in der orthopädischen Rehabilitation (OR) in Deutschland verfolgt wird. Die verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation (VOR) ist ein spezifisches Angebot für Rehabilitanden mit psychischer Komorbidität und Problemen bei der Krankheitsbewältigung und hat das Ziel, sowohl somatische als auch psychische Funktionseinschränkungen abzubauen. Dabei werden bisher verschiedene psychologische Verfahren eingesetzt, unter anderem die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) oder das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®).

    Ziel der Studie ist die Prüfung der Effektivität der VOR mit differenzierten psychologischen Gruppenprogrammen (KVT, ACT, ZRM®) bei Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen.

    Als Hauptfragestellung wird die kurz-, mittel- und langfristige Wirksamkeit der VOR mit den drei psychologischen Gruppenansätzen (KVT-Gruppe, ACT-Gruppe oder ZRM®-Gruppe) bei Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen und VOR-Indikation im Vergleich zur herkömmlichen orthopädischen Rehabilitation (OR) untersucht. Es wird geprüft, welche Effekte hinsichtlich Schmerzbewältigung, Selbstmanagementkompetenz, Alltagsaktivität, Schmerz, psychische Belastung, Funktionsfähigkeit, Lebensqualität und Teilhabe sowie der Behandlungszufriedenheit bestehen.

    Nebenfragestellungen beziehen sich auf mögliche Moderatoren und Wirkzusammenhänge. Als Moderatoren werden psychische Belastung, Geschlecht und Bildung geprüft. Als Wirkzusammenhänge werden für die Mediatorvariablen Schmerzbewältigung, Selbstmanagementkompetenz und psychisches Befinden und distale Zielparameter Schmerz, Funktionsfähigkeit, subjektive Gesundheit/Lebensqualität, Teilhabe am Arbeitsleben (Arbeitsfähigkeit/Return-to-work) geprüft.

    Durchgeführt wird eine multizentrische, quasi-experimentelle Kontrollgruppenstudie mit 4 Messzeitpunkten (Reha-Beginn, Reha-Ende, 6- und 12-Monats-Follow-up) und schriftlicher Patientenbefragung. Eingeschlossen werden N = 1.110 Rehabilitanden (Interventionsgruppe VOR 1-3: jeweils 250; Kontrollgruppe OR: 360) mit chronischem Rückenschmerz (Reha-Hauptindikation/ICD-10-GM: M42.1, M42.9, M43.0, M43.1, M43.2, M43.5, M43.8, M43.9, M47.2, M47.8, M47.9, M48.8, M48.9, M51, M53, M54).

    Wenn Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen und psychischen Funktionseinschränkungen von psychologischen Verfahren wie KVT, ACT bzw. ZRM profitieren, können diese eine breitere Anwendung in der VOR und der medizinischen Rehabilitation finden und dadurch zur Verbesserung des Rehabilitationsergebnisses beitragen.