Ausstellung erzählt Geschichten geflüchteter Frauen aus der Ukraine
04/21/2026Fotografien, Videos und persönliche Objekte geben geflüchteten Frauen aus der Ukraine eine Stimme: Die Ausstellung „Geschichten der Flucht und der Ankunft“ ist ab 30. April 2026 an der Universität Würzburg zu sehen.
Die Ausstellung wurde erstmals in Augsburg von Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert konzipiert und gezeigt. Nun kommt sie an die Julius-Maximilians-Universität – zuerst ins Audimax und anschließend in den Lichthof der Universität am Sanderring. Sie rückt die individuellen Lebenswege von Frauen in den Blick, die vor dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine fliehen mussten. „Gäste erfahren darin, was es heißt, die eigene Heimat von einem Tag auf den anderen zu verlassen“, so Professorin Helga Stopper, Universitätsfrauenbeauftragte. „Persönliche Geschichten, Bilder und Gegenstände machen nachvollziehbar, wie tiefgreifend eine Flucht das Leben Betroffener verändert.“
Besonderer Bezug zur Universität Würzburg
Insgesamt umfasst die Ausstellung 40 Plakate mit Bild- und Textmaterial, die auf Stell- und Hängetafeln präsentiert werden. Die übrigen sowie zusätzliche Inhalte, etwa Dokumentationsfilme und Interviews, sind über Bildschirme zugänglich. Ergänzt wird „Geschichten der Flucht und der Ankunft“ durch persönliche Gegenstände einzelner Frauen, die in Vitrinen ausgestellt sind.
Ein besonderer Bezug zur JMU ergibt sich durch die Beteiligung von Nataliia Lazebna, Forschungsmitarbeiterin an der Universität. Sie musste selbst von ihrem früheren Universitätsstandort im ukrainischen Saporischschja fliehen und arbeitet heute in Projekten mit engem Bezug zur Ukraine. Dazu zählen unter anderem hybride Lehr- und Kooperationsformate, die Studierende in der Ukraine einbinden – einige von ihnen sind nur wenige Kilometer von der Front entfernt.
Zudem war Lazebna an einem Projekt zur sprachlichen Förderung und Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher beteiligt, das in Zusammenarbeit mit dem Büro der Universitätsfrauenbeauftragten entstanden ist. Im Rahmen der Ausstellung wird auch ihre Geschichte sichtbar, unter anderem durch eine 2023 entstandene Reportage über ihre Familie.
Solidarität und Austausch ermöglichen
Initiiert wird die Ausstellung vom Büro der Universitätsfrauenbeauftragten in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für Diversität. Ziel ist es, Solidarität mit geflüchteten Frauen zu zeigen und ihren Stimmen Raum zu geben. „Viele Frauen kommen mit einem einzigen Koffer und ihren Kindern in Deutschland an. Ihre individuellen Geschichten gehen in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter“, sagt Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert, wissenschaftliche Leitung der Ausstellung in Augsburg. „Mit der Ausstellung wollen wir diese Geschichten sichtbar machen.“
Begleitend sind verschiedene Veranstaltungen geplant, darunter Führungen und Gesprächsformate für Studierende und Universitätsangehörige. Ziel ist es, die Ausstellung auch als Ort des Dialogs zu nutzen und aktuelle Fragen von Flucht, Migration und gesellschaftlicher Teilhabe aufzugreifen. Weitere Infos zum Programm und zur Ausstellung gibt es auf der Website des Universitätsfrauenbüros.
Die wichtigsten Infos zur Ausstellung in Kürze
Titel: Geschichten der Flucht und der Ankunft
Ort: Lichthof der Neuen Universität, Sanderring 2, erster Stock
Zeitraum: 30. April 2026 bis 26. Juni 2026
Besuch: kostenfrei, der Lichthof ist Montag bis Donnerstag von 7:00 bis 22:00 Uhr und Freitag von 7:00 bis 20:00 für die Öffentlichkeit zugänglich – zum begleitenden Veranstaltungsprogramm geht es auf der Website des Universitätsfrauenbüros.
Kontakt
Prof. Dr. Helga Stopper, Universitätsfrauenbeauftragte, Tel. +49 931 31-48427, helga.stopper@uni-wuerzburg.de
Leon Schleier, Büro der Universitätsfrauenbeauftragten, Tel. +49 931 31-84953, leon.schleier1@uni-wuerzburg.de
