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Tag der offenen Tür am Interdisziplinären Schmerzzentrum des Uniklinikums Würzburg

Datum: 04.06.2013, 16:00 - 19:00 Uhr
Kategorie: Patientenveranstaltung, Tag der offenen Tür

Den Schmerzen Herr werden   Tag der offenen Tür am Interdisziplinären Schmerzzentrum des Uniklinikums Würzburg

Am Dienstag, den 4. Juni 2013, findet der bundesweite Aktionstag gegen den Schmerz statt. Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Würzburg beteiligt sich mit Fachvorträgen und einem Tag der offenen Tür.

Über 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele von ihnen sind nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft nach wie vor unterversorgt. Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die in diesem Fall unzureichenden Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems zu lenken, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft am Dienstag, den 4. Juni 2013, zum zweiten Mal den bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz. Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) beteiligt sich daran mit einem Tag der offenen Tür. Von 16:00 bis 19:00 Uhr können sich die Besucher über das in eine Ambulanz, eine Tagesklinik und den perioperativen Akutschmerzdienst untergliederte Zentrum informieren. Im Mittelpunkt steht dabei das Angebot der „individualisierten multimodalen Schmerztherapie“ der Tagesklinik.

Maßgeschneiderte Therapiekonzepte
„Individualisiert multimodal bedeutet, dass wir aus Elementen aus drei großen Therapiebereichen eine auf jeden Patienten persönlich zugeschnittene Behandlung anbieten können“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Heike Rittner, die Leiterin der Würzburger Schmerztagesklinik. „Zur Verfügung stehen neben medizinischen Optionen, wie der richtigen Einstellung mit Schmerzmedikamenten, vor allem psychologische Verfahren, zum Beispiel die Einübung von Entspannungsverfahren, sowie aktivierende Physio- und Ergotherapie.“

1 250 Schmerzpatienten pro Jahr
Das Zentrum behandelt in der von Dr. Marc Brede geleiteten Ambulanz jährlich rund 1 000 Patientinnen und Patienten mit allen Formen von akuten und chronischen Schmerzzuständen. Weitere 250 Kranke im Jahr nutzen die Therapieangebote der Tagesklinik. Ein Großteil leidet unter chronischen Rückenschmerzen, muskuloskelettalen Schmerzen oder Fibromyalgie – einer sehr beeinträchtigenden und nur linderbaren Erkrankung, die durch den ganzen Körper betreffende Schmerzen gekennzeichnet ist. Einige Patienten nehmen selbst direkt Kontakt mit dem Zentrum auf – erste Anlaufstelle ist hier die Ambulanz, die nach Erstvorstellung eine ambulante oder teilstationäre Behandlung initiiert. Andere Patienten werden von ihrem Hausarzt oder vom neu eingerichteten, von Dr. Constanze Quaisser geleiteten Akutschmerzdienst des UKW an die seit dem Jahr 2007 bestehende Tagesklinik überwiesen.

Die Facharzt-Odyssee beenden
Einer der Vorteile des Interdisziplinären Schmerzzentrums des UKW ist der vergleichsweise einfache und vor allem schnelle Zugriff auf die gesamte diagnostische Infrastruktur des Großkrankenhauses. „Allerdings geht in der modernen Schmerztherapie der Trend dahin, die Patienten möglichst frühzeitig aus der ab einem gewissen Punkt fruchtlosen Odyssee von Fachdisziplin zu Fachdisziplin herauszuholen. Statt zum Beispiel eine weitere, überflüssige Computer-Tomografie-Untersuchung anzusetzen, wollen wir den Menschen lieber Wege zeigen, wie sie den Schmerz selbst beeinflussen und kontrollieren können“, betont Dr. Rittner.

Dichtes Vortragsprogramm
Beim Aktionstag am 4. Juni halten Experten des Uniklinikums Würzburg etwa halbstündige Vorträge zu ausgewählten Aspekten der modernen Schmerzbehandlung. Themen sind ambulante und teilstationäre Schmerztherapien, Schmerz am Lebensende, neurologische Schmerz-Messmethoden sowie neurochirurgische Therapiemöglichkeiten. Das detaillierte Programm kann im Internet abgerufen werden unter www.anaesthesie.uk-wuerzburg.de/schmerzzentrum
Veranstaltungsort des Infotages ist die Schmerztagesklinik in Haus C16, am oberen Rand des Klinikgeländes an der Josef-Schneider-Straße im Würzburger Stadtteil Grombühl.

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